Ebern - Der November ist der klassische "Trauermonat": Die Stimmung ist dank des trüben Wetters nicht weniger finster, der Jahreskreis neigt sich in der Natur zu Ende, und die Gräber auf den Friedhöfen werden winterfest gemacht. Dazu kommen aber vor allem einige feste Termine im Kalender rund um Tod und stilles Gedenken: Allerheiligen und Allerseelen machen den Anfang, und bei aller Freude über die Grenzöffnung am 9. November ist an diesem Datum doch auch der Verfolgung der Juden und der brennenden Synagogen zu gedenken. Es folgt der Volkstrauertag vor dem Buß- und Bettag, der Toten- oder Ewigkeitssonntag schließt sich an. Auf den folgt im christlichen Jahreslauf eine Woche später der 1. Advent, und mit ihm der Beginn eines neuen Kirchenjahres. Genau diese zeitliche Nähe zwischen Werden und Vergehen, Trauer und Freude, Abschied und Ankunft spiegelt einerseits das Leben selbst wieder, sorgt aber auch für Konfliktpotenzial.
Hassberge Stille Nacht statt Weihnachtsmarkt
Von Tanja Kaufmann 10.11.2014 - 00:00 Uhr