Hassenberger Engstelle Ab sofort regelt hier eine Ampel den Verkehr

Immer wieder kam es in Hassenberg zu gefährlichen Situationen an der Engstelle. Eine Ampel soll dort nun für mehr Verkehrssicherheit sorgen.

Testlauf erfolgreich: Patrick Mohr (Landratsamt Coburg), Sebastian Straubel, Bürgermeister Michael Keilich, Rene Goldmann, Edelbert Schöpplein und Boris Schirmag (beide Landratsamt Coburg) an der neuen Ampel für die Engstelle an der Hassenberger Kirche. Foto: Landratsamt Coburg/Berthold Köhler

Großer Fortschritt im Sinne der Verkehrssicherheit auf der Kreisstraße CO 10: Im Bereich der Engstelle auf Höhe der Hassenberger Schlosskirche regelt ab sofort eine Lichtzeichen-Anlage den Verkehr und verhindert damit das gefährliche Zusammentreffen von Fahrzeugen, die sich im Bereich der scharfen Kurve entgegenkommen. Das teilte das Landratsamt in einer Pressemitteilung vom Mittwoch mit.

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Immer wieder kam es demnach in Hassenberg zu gefährlichen Situationen an der unübersichtlichen Engstelle. Außerdem verursachten insbesondere Sattelzug-Lastwagen immer wieder große Schäden an den Gebäuden rund um die Engstelle. Diese Risiken bestehen nun nicht mehr.

Am Anfang waren nicht alle von der Ampel-Lösung überzeugt

Bei einem Ortstermin an der neuen Ampel zeigte sich Landrat Sebastian Straubel erfreut darüber, dass alle Verkehrsteilnehmer – vom Lkw bis zum Fußgänger – jetzt sicherer in der Hassenberger Ortsmitte unterwegs sein können: „Wir haben im Landkreis bereits in Autenhausen und Unterelldorf wertvolle Erfahrungen mit verkehrsabhängigen Lichtsignalanlagen gesammelt. Deshalb bin ich überzeugt davon, dass diese Lösung auch hier den Verkehr erfolgreich steuert und nicht behindert“, wird er in der Pressemitteilung zitiert.

Anwohner sowie die Gemeinde Sonnefeld hätten sich bereits vor einiger Zeit dafür stark gemacht, dass eine Ampel den Bereich um die Schlosskirche verkehrssicherer machen solle. Da aber anfangs nicht alle Bürger und Anwohner von der Ampellösung überzeugt gewesen seien, wurden durch den Landkreis Coburg im Zuge einer Deckenbaumaßnahme im Jahr 2021 im Bereich der Gehwege zunächst lediglich Leerrohre und Kabelschächte verbaut. So wurden die Voraussetzungen für eine nachträgliche Errichtung einer Lichtsignalanlage geschaffen.

Am 8. April begannen die Arbeiten

Mitte 2024 waren sich dann alle einig, die Planungen für eine Lichtsignalanlage konnten beginnen. Die Firma Swarco aus München mit ihrem zuständigen Planer Rene Goldmann wurde mit der Planung und Herstellung der Ampelanlage beauftragt. Am 8. April begannen die Arbeiten für die Ampel mit dem Anbringen der Anforderungsschleifen in der Fahrbahn.

Die erforderlichen Tiefbauarbeiten wurden von der Firma Hauck Tiefbau aus Neuses an den Eichen durchgeführt. Unter der Leitung von Firmenchef Eberhard Hauck wurden ab Ende April im Spülbohrverfahren die Steuerleitungen der Ampelanlage unter der Kreisstraße verlegt sowie die Fundamente für die Ampelmasten gesetzt. Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf rund 50.000 Euro.