Haßlach In zwei Jahren soll der Kreisel fertig sein

An der Kreuzung B 85/B 89 in Haßlach soll ein Kreisel entstehen, um Rückstaus zu vermeiden. Demnächst werden dafür Bodenuntersuchungen vorgenommen, die Bauarbeiten selbst sollen 2023 beginnen. Foto: /Karl-Heinz Hofmann

Staus an der Kreuzung von B 85 und B 89 in Haßlach kennen viele Autofahrer aus leidvoller Erfahrung. Ab Oktober 2023 soll es damit aber vorbei sein.

Stockheim - In der Gemeinde Stockheim arbeitet man nach wie vor am Zustandekommen eines Kreisverkehrs an der Kreuzung B 85/B 89. Das erklärte Bürgermeister Rainer Detsch (Freie Wähler) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Unter anderem gab es Verhandlungen mit fünf Anliegern sowie dem Staatlichen Bauamt.

Die Behörde sei nun so weit, um in die Planungen zu gehen, sagte der Bürgermeister. Dazu werden in nächster Zeit im Umkreis der Kreuzung Bodenuntersuchungen stattfinden. Drei Proben werden auf Privatgrundstücken, weitere drei im Bereich der Fahrbahnen vorgenommen. Laut Detsch will man den Bau des Verkehrskreisels im Jahr 2023 in Angriff nehmen. Gebaut werden soll von März bis Oktober 2023.

In der Dienstversammlung der Feuerwehr Stockheim nahm Bürgermeister Rainer Detsch am 3. September die Notbestellung des Kommandanten vor. Der Rathauschef informierte den Gemeinderat nun darüber, dass Christian Rebhan dabei zum Kommandanten ernannt wurde. Das Gremium erklärte sich rückwirkend mit diesem Vorgehen einverstanden. Detsch dankte Rebhan für sein großes Engagement in der Feuerwehr, in der er schon seit 14 Jahren als Kommandant fungiert. Offizielle Neuwahlen wird es in einer Versammlung am 8. Oktober geben.

Notbestellung

Renald Steger (Bürger Für Stockheim) ist selbst seit vielen Jahren in der Stützpunktfeuerwehr Stockheim in verantwortungsvoller Position engagiert und bedauerte die Entwicklung zu einer Notbestellung. Das dürfe nicht vorkommen, appellierte er an die Adresse der Verwaltung. Der Bürgermeister wollte sich öffentlich dazu nicht weiter äußern und sagte nur, es müsse erlaubt sein, dass sich die Verwaltung auch ihre Gedanken über Planungen der Feuerwehr mache.

Darüber hinaus bestätigten die Gemeinderäte Jan Barcsik als stellvertretenden Kommandanten und Thorsten Fiedler als weiteren Kommandanten-Stellvertreter der Feuerwehr Burggrub.

Als Vorsitzender des Abwasserverbandes Kronach-Nord informierte Detsch über die Zusammensetzung des Gremiums. Als Vorstände fungieren dort neben ihm selbst Markus Wich (CSU Kronach) als Stellvertreter, weitere Stellvertreter sind Daniel Weißerth, Jürgen Weißerth und Petra Wachter (alle CSU). Als Ausschussmitglieder rückten nach: Jürgen Lenker (CSU), Joachim Ranzenberger (CSU), Benedikt Zehnter (CSU). Neue Ausschussmitglieder sind Gunther Dressel (CSU), Christof Daum (CSU), Renald Steger (BFS). Sie wurden nachträglich vom Gemeinderatsgremium bestellt.

Bei der Sanierung der Rentei sind zur Stabilisierung der Außenmauern Verspannarbeiten und Verpressarbeiten notwendig. Den Auftrag erhielt die Firma Eichhorn, Ludwigsstadt zum Preis von 48 730,50 Euro. Dem FC Teutonia Haßlach wird ein Zuschuss für eine neue Heiztherme im Sportheim in Höhe von 640 Euro gewährt.

Keine Unfälle mit Kindern

Aus dem von der Polizeiinspektion Kronach vorgelegten Berichten zur Kriminalitätsstatistik war für Stockheim überwiegend eine abnehmende Tendenz festzustellen. Ähnlich sieht es im Bereich Straßenverkehr aus. Erfreulich sei, dass es in den vergangenen vier Jahren keine Unfälle mit Kindern auf dem Weg zur Schule und keine Todesfälle infolge von Verkehrsunfällen gegeben habe, hieß es. Im Bereich Wildunfälle registrierte man seit 2019 hingegen einen Anstieg von 23 auf 28 Unfälle.

Mit Freude setzte das Gemeindeoberhaupt die Räte in Kenntnis darüber, dass die Grundschule Stockheim eine Halbtagesstelle für Jugendsozialarbeit erhält. Schulleiterin Astrid Kestel sprach in diesem Zusammenhang von einer tollen Sache. Das Gremium stimmte der Einrichtung der Halbtagsstelle für die Schuljahre 2022 und 2023 zu. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Landkreis Kronach, dem Caritasverband, dem Staatlichen Schulamt, der Grundschule Stockheim und der Gemeinde wird abgeschlossen. Der Freistaat Bayern beteiligt sich an den Personalkosten für die Stelle. Die Gemeinde müsste jährlich 5800 Euro dafür zahlen.

Zur Verbesserung des Mobilfunknetzes stellt die Gemeinde einen Antrag auf Förderung nach erneuter Suchkreisermittlung. Eine Untersuchung ergab einen günstigen Standort für einen Mobilfunkmast in der Nähe von Burggrub.

Gemeinde als gesunder Betrieb

Geschäftsleiter Rainer Förtsch und Bürgermeister Detsch informierten über die Einführung der Gesundheitskarte (i-gb). Einen entsprechenden Rahmenvertrag habe die Gemeinde mit der Initiative Gesunder Betrieb für die 28 Beschäftigten der Gemeinde abgeschlossen. Diesem stimmte das Ratsgremium zu. Der Vertrag enthält auch ein Gesundheitsprogramm.

Als besonders erfreulich bezeichnete Detsch die Bestellung von Luftreinigern, sowohl für die drei Kindergärten (19 Geräte) als auch für die beiden Grundschulgebäude in Stockheim und Reitsch (16 Geräte für acht Klassenräume). Täglich erwarte man die entsprechende Lieferung, um in den Räumen dieser Einrichtungen ein Stoßlüften bei schlechtem Wetter zu vermeiden.

Dirk Kreul (FW) bat um Prüfung der Einführung einer Gemeinde-App zur besseren Kommunikation mit Bürgern. Geschäftsleiter Förtsch antwortete, dass man dies bereits verfolge.

 

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