Der studierte Betriebswirt arbeitet als Unternehmensberater und heiratete 2011 Sophie Prinzessin von Isenburg. Das Paar, das sich noch aus dem Sandkasten kennt, hat vier Kinder: 2013 kamen die Zwillinge Carl Friedrich und Louis Ferdinand zur Welt, zwei Jahre später folgte Emma Marie. 2016 erblickte noch ein Sohn das Licht der Welt: Heinrich Albert Johann Georg.
Georg Friedrich gilt als umgänglich und bescheiden und wirkte auch an Fernsehdokumentationen über seine illustre Familie mit. Doch hinter den Kulissen kann der Preußenprinz auch knallharter Geschäftsmann sein – wie ein jahrelanger Streit mit dem Staat zeigte.
Worum ging es im Streit mit dem Staat?
Mit der Ausrufung der Republik 1918 wurde auch das fabelhafte Vermögen der Hohenzollern beschlagnahmt. Bis weit in die 1920er Jahre hinein stritt die Familie mit dem deutschen Staat um ihre Besitztümer. 1926 einigte man sich – doch hinter den Kulissen wurde um das Erbe der Hohenzollern fast 100 Jahre lang gekämpft. Erst in diesem Jahr einigte man sich auf einen Kompromiss.
Dieser regelt die teils seit 1926 umstrittenen Besitzverhältnisse an Tausenden Kunstwerken, Möbeln, Porzellan und anderen Objekten in Millionenwert. „Im guten Miteinander“ sei eine „dauerhafte Lösung gefunden“ worden, sagte Hohenzollern-Chef Georg Friedrich Prinz von Preußen im Mai der dpa. Und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erklärte: „Nach hundert Jahren haben wir einen Streit aus der Zeit des Übergangs von der Monarchie zur Republik im besten Einvernehmen beendet.“
Die Nachfahren des letzten deutschen Kaisers forderten vom Land Brandenburg unter anderem eine Entschädigung, weil sie nach dem Zweiten Weltkrieg von den Sowjets enteignet wurden. Außerdem wollten sie auch die Rückgabe von Kunstschätzen aus den Museen in Berlin und Brandenburg erreichen – und forderten zeitweise ein Wohnrecht im Potsdamer Schloss Cecilienhof. Der Staat argumentierte aber so: Betroffenen von Enteignungen stehen keine Entschädigungen zu, wenn sie dem nationalsozialistischen System „erheblich Vorschub“ geleistet haben. Historiker untersuchten daraufhin die Verflechtungen zwischen dem NS-Regime und den Hohenzollern - insbesondere von Wilhelm Kronprinz von Preußen (1882-1951). 2023 zog die Familie die Klagen zurück. Seit Herbst 2024 saß man wieder am Verhandlungstisch.
Der Kompromiss aus dem Frühsommer sieht nun vor, dass die meisten Kunstschätze in den Museen bleiben. Dafür werden andere umstrittene Stücke dem Eigentum der Familie Hohenzollern zugeordnet. Außerdem erhält die Familie auch Mitsprache in der neuen gemeinnützigen Stiftung.