Hebammen aus dem Hörsaal Vor dem Start des Dualen Studiums in Coburg

Als Partnerkrankenhaus ist unter anderem das Klinikum Coburg dabei. Foto: Getty Images/Cultura RF/Hybrid Images

Zum nächsten Semester startet die Hochschule Coburg den neuen dualen Studiengang Hebammenkunde.

Coburg - Zum Wintersemester 2021/22 startet die Hochschule Coburg in Kooperation mit den Bamberger Akademien den neuen dualen Studiengang Hebammenkunde. Neun Kliniken sind mit an Bord, bei ihnen findet der praktische Teil des Studiums statt. Kurz vor dem Start des Semesters trafen sich die Partner aus Oberfranken und Südthüringen an der Hochschule Coburg nun zum Austausch.

Der Stundenplan steht, und am 5. Oktober kann es losgehen. Dann starten 30 junge Frauen ihr Studium der Hebammenkunde. Für den akademischen Part zeichnet die Hochschule Coburg verantwortlich. Aufgrund der guten Ausstattung und der langen Tradition findet das Studium jedoch in den Räumen der Bamberger Akademien statt. Den praktischen Teil absolvieren die angehenden Hebammen in den Partnerkrankenhäusern. Mit dabei sind die Kliniken Bamberg, Coburg, Forchheim/Fränkische Schweiz, Haßberge, Kronach, Kulmbach, Meiningen, Schweinfurt und Suhl. Mit ihnen haben die Studierenden ihre Ausbildungsverträge abgeschlossen.

Im Herbst 2019 hatte das bayerische Kabinett beschlossen, das Hebammenstudium für Oberfranken an der Hochschule Coburg anzusiedeln. „Wir haben es in zwei Jahren geschafft, gemeinsam mit den Bamberger Akademien Praxispartner zu gewinnen, die Studieninhalte festzulegen und die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Das ist rekordverdächtig“, freute sich Coburgs Hochschulpräsidentin Christiane Fritze. Sie bedankte sich bei Professor Andreas Helmut Grün, der als Gründungsdekan der neuen Fakultät Ganzheitliche Gesundheitswissenschaften wesentlich dazu beigetragen hat, den sportlichen Zeitplan einzuhalten.

Emmi Zeulner, die als Bundestagsabgeordnete maßgeblich an der Gestaltung der gesetzlichen Grundlagen des Hebammenstudiums in Deutschland beteiligt war, ist überzeugt, dass der Hebammenberuf durch das Studium eine Aufwertung erfährt: „Wir haben die Umstellung vom Lehrberuf zur praxisorientierten akademischen Ausbildung gut hinbekommen. Uns ist es jetzt wichtig, dass wir in Oberfranken eine flächendeckende Versorgung mit Hebammen sicherstellen.“

Die Bamberger Landtagsabgeordnete und bayerische Europaministerin Melanie Huml betonte bei dem Treffen: „Wir brauchen Hebammen, die auf akademischem Niveau ausgebildet sind. Mit der Kooperation der Bamberger Akademien und der Hochschule Coburg verknüpfen wir die lange Tradition der Hebammenausbildung in Bamberg mit dem akademischen Know-how der Hochschule in Coburg.“

Für Coburgs Hochschulvizepräsidentin Nicole Hegel sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinikpartner aus der Region bietet das Studium die Chance, voneinander zu lernen. „Ich bin froh, dass der Studiengang Fahrt aufgenommen hat und sehe dem Start im Oktober optimistisch entgegen“, bilanziert Michael Springs, Geschäftsführer der Bamberger Akademien. red

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