Am Anfang stand ein Mord: Hermann Sterker, Burggraf von Meißen, hatte einen Mann erschlagen und bangte um sein Seelenheil. Um die Tat zu sühnen, gründete er auf den Hügeln bei Mönchröden – das seinerzeit noch Rothine hieß – ein Kloster. Es war der Beginn einer über vierhundertjährigen, sehr bewegten Geschichte. Nicht immer neigten die Mönche zur Askese, zuweilen hingen sie gar dem üppigen Lebensstil des Adels an – mit ruinösen Folgen. Phasen des wirtschaftlichen und moralischen Niedergangs folgten Blütejahre, das Kloster wuchs und überstand sogar den Bauernkrieg unbeschadet. Nicht jedoch die Reformation: 1538 endete die kirchliche Geschichte des Klosters, 1540/41 starben die beiden letzten Ordensbrüder.