Heinrich-Schaumberger-Schule Coburger Kinder sollen in Container umziehen

Nachdem die Schule am Judenberg gesperrt wurde, gibt der Förderverein nun eine Übergangslösung bekannt: Ab dem Schuljahr 2026/27 soll in Containern unterrichtet werden.

Die Schüler der Heinrich-Schaumberger-Schule am Coburger Judenberg werden nach der Sperrung in Container umziehen. Foto: NP-ARchiv/Michael von Aichberger

Wie geht es weiter für Kinder und Kollegschaft an der Heinrich-Schaumberger-Schule (HSS) am Coburger Judenberg? Nachdem das private sonderpädagogische Förderzentrum wegen der maroden Decken im Mai gesperrt wurde, haben die Verantwortlichen die Kinder zum Teil auf andere Schulen aufgeteilt.

Nach der Werbung weiterlesen

Die Vor-, die ersten beiden Grundschulklassen und die Ganztagsbetreuung sind weiterhin im Anbau des HSS-Gebäudes unterrichtet worden. Für sieben Klassen ging es nach Rödental, für drei in den Anbau der Rückert-Schule in Coburg. Das ändert sich in Teilen bereits im kommenden Schuljahr. Eine Container-Lösung ist hingegen erst für 2026/27 geplant.

Container sollen auf dem Sportplatz installiert werden

Im übernächsten Schuljahr werden alle Klassen auf das Schulgelände zurückkehren, allerdings in eine neu aufgebaute Container-Schule. Das teilen die Presseabteilung des Landkreises und der Stadt Coburg am Mittwochnachmittag mit. „Die Containerschule wird auf dem Gelände der HSS im Bereich der Sportflächen in Betrieb genommen. Dies hat der Vorstand des Vereins Sonderpädagogik für Kinder im Coburger Land in seiner Sitzung vom 29. Juli beschlossen“, heißt es im Rundschreiben.

Der Vorstand des Vereins habe sich von Beginn der notwendigen Ausquartierungen sofort mit dieser Möglichkeit beschäftigt und konnte nun die entsprechenden Grundlagen zusammenstellen. Doch die Lösung braucht Zeit: „Die Umsetzung einer Containerschule bis Schuljahresbeginn 2025/26 ist wegen der umfangreichen Abstimmungen, Planungen und dem Aufbau zeitlich nicht möglich“, erklären die Presseabteilungen.

Stadtrat und Kreistag müssen noch zustimmen

Die Entscheidung des Vereins bedarf allerdings noch der Zustimmung der Politik: Der Kreistag sowie vom Coburger Stadtrat müssen den Vorschlag des Fördervereins erst noch bestätigen. „Die Anforderungen an die Ausstattung der Containerschule werden mit der Regierung von Oberfranken abgestimmt und von deren Seite fachlich und pädagogisch begleitet“, erläutert das Schreiben den nächsten Schritt.

Im kommenden Schuljahr werden die erste und zweite Jahrgangsstufe sowie die schulvorbereitende Einrichtung weiterhin im Anbau der HSS unterrichtet. Die Schüler der dritten und vierten Jahrgangsstufe werden nach Neustadt bei Coburg ausweichen müssen. „In der Vorstandssitzung wurde beschlossen, für diese Kinder ab dem ZOB am Coburger Bahnhof einen Bus einzusetzen, der sie direkt an die Neustadter Schule bringt“, heißt es in der Pressemitteilung.

Nach Schulschluss werden die Kinder direkt an der Schule mit dem Bus wieder abgeholt und wahlweise zum ZOB oder aber zur HSS gefahren, um dort die Ganztagsbetreuung zu besuchen. „Auf diese Weise können auch die regulären Unterrichtszeiten ohne zeitliche Einbußen eingehalten werden“, teilen Landkreis und Stadt mit.

Die Jahrgangsstufen fünf bis sieben gehen an die Rückert-Mittelschule. „Damit werden im kommenden Schuljahr fünf Klassen statt bisher drei an der Rückert-Schule unterrichtet“, teilen die Behörden mit.

Die achte und neunte Jahrgangsstufe werden im kommenden Schuljahr in der Mittelschule in Rödental unterrichtet. Diese Kinder werden mit dem ÖPNV nach Rödental gelangen. „Der Vorstand hat sich bei der Entscheidung an der Aussage der Schulleitungen orientiert, wonach diesen älteren Kindern die Nutzung des ÖPNV zugetraut werden kann“, heißt es im Schreiben.

Schule mit Förderschwerpunkt

Ausrichtung
Die Heinrich-Schaumberger-Schule (HSS) ist nach Auskunft ihrer Homepage ein privates Sonderpädagogisches Förderzentrum mit den Schwerpunkten Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung. Sie liegt am Rande von Coburg in Richtung Scheuerfeld. Zur Zeit wird sie von 231 Kindern und Jugendlichen besucht. Die Schüler kommen sowohl aus der Stadt Coburg, als auch aus dem südlichen Landkreis Coburg. Sie werden teils mit Bussen der öffentlichen Verkehrsbetriebe der Stadt Coburg, als auch mit Bussen der OVF zur Schule und wieder nach Hause gebracht.

Finanzierung
Für die Finanzierung kommen laut Pressesprecher des Landratsamtes die Stadt und der Landkreis Coburg, die Gemeinden im Landkreis Coburg sowie Buch am Forst auf.