Ruhestand Die gute Seele der Küpser Schule

Andrea Hänel
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27 Jahre lang war Heinz Weidmann Hausmeister mit Leib und Seele. Nun geht er in den Ruhestand, nicht ohne den Dank der zahlreichen Kollegen.

Küps - Fast 27 Jahre lang hat Heinz Weidmann als Schulhausmeister im Schulzentrum Küps Dienst getan. An seinem letzten Arbeitstag überraschten ihn alle Lehrkräfte, Rektor Michael Schnappauf, Konrektor Holger Pohl sowie Mitarbeiterinnen von Verwaltung und Sozialdienst, die alle extra gekommen waren, um sich persönlich zu verabschieden.

Konrektor Holger Pohl fasste in launigen Worten das segensreiche Wirken von Heinz Weidmann an der Küpser Schule zusammen, schilderte seinen großen Einsatz bei der Durchführung der Jahreskonzerte sowie die stete Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft in jeder Hinsicht. Er würdigte Weidmann als Hausmeister mit Leib und Seele, der den ihm anvertrauten Schulkomplex immer fest im Griff hatte. Als Abschiedsgeschenk übergab Rektor Michael Schnappauf namens der gesamten Belegschaft einen Bollerwagen, gefüllt mit allerlei nützlichen Dingen, die seinen guten Einstieg ins Rentnerdasein begleiten sollen.

„Legende verlässt das Gelände“

Sein langjähriger Hausmeisterkollege Frank Gräbner überreichte ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Eine echte Legende verlässt das Gelände“, was auch gleich in die Tat umgesetzt werden sollte. Mit wehenden Taschentüchern grüßte das Lehrerkollegium aus den Fenstern des Hauptgebäudes, als der scheidende Hausmeister mit seinem Bollerwagen den Pausenhof in Richtung Zuhause verließ.

Hier empfingen ihn neben seiner Familie Bürgermeister Bernd Rebhan, Personalrat Christian Ebertsch sowie die Kollegen aus der Verwaltung und des Bauhofes des Marktes Küps. Der Rathauschef lobte Heinz Weidmann für seinen steten engagierten Einsatz. Er resümierte, dass Heinz Weidmann viele Bauprojekte als Hausmeister mit begleitet habe, gefordert war bei den vielen großen Veranstaltungen in der Turn- und Festhalle und den überregional beachteten Events wie das Bundesbezirksmusikfest, die Europatage der Musik, Aufnahmen durch den Bayerischen Rundfunk oder die Partnerschaftsbesiegelung mit der Stadt Plouay, in deren Zusammenhang 50 Gäste in der Schulturnhalle übernachteten und von Heinz Weidmann und seiner Frau Irmgard über das sowieso schon üppige Maß an Arbeit hinaus eine Woche lang auch noch bewirtet und bekocht wurden. Das Gemeindeoberhaupt bezeichnete Heinz Weidmann als Hausmeister, der mit viel Herzblut seinen Dienst versah. Im Namen der Gemeinde-Belegschaft übergab er gemeinsam mit Personalrat Christian Ebertsch ein „Rentnerbänkla“, das in seinem Garten aufgestellt wurde.

100 Prozent Opa

Heinz Weidmann bedankte sich herzlich für die vielen guten Worte und betonte, dass er seine Arbeit immer geschätzt und mit viel Freude gemacht habe. Jeder Tag habe neue Herausforderungen mit sich gebracht, die gemeistert werden mussten. Seine Aufgaben seinen abwechslungsreich und auch anspruchsvoll gewesen.

Der Nachwuchs empfing den frischgebackenen Rentner mit dem Schild „Hurra, Hurra! Es ist so weit, unser Opa hat jetzt ganz viel Zeit!, was erahnen lässt, dass es Heinz Weidmann auch künftig nicht langweilig werden wird.

 

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