Bei den Winterspielen wird dabei vor allem die mögliche Neuordnung des olympischen Programms intensiv diskutiert. Die Nordische Kombination bangt um ihren Platz. Im Sommer ist der Moderne Fünfkampf einer der Streichkandidaten. Nicht mehr ausgeschlossen scheint, dass künftig einige Hallensportarten aus dem Sommerprogramm in den Winter wechseln, auch um Platz für neue Sportarten für ein junges Publikum zu schaffen.
"Wir werden vor schwierigen Entscheidungen und Gesprächen stehen – das gehört zum Wandel dazu", sagte Coventry in einer Grundsatzrede in Mailand. Sie hat den IOC-Mitgliedern wieder mehr Mitsprache versprochen als noch unter der Führung von Bach, der zentrale Entscheidungen ins Exekutivkomitee verlagert hatte.
Nächste Herausforderung: Donald Trump
Auch beim zuletzt intransparenten Prozess der Vergabe Olympischer Spiele kündigte Coventry Neuerungen an. Welche genau, das dürfte auch den Deutschen Olympischen Sportbund brennend interessieren. Der DOSB ermittelt gerade in einem nationalen Auswahlverfahren zwischen Berlin, München, Hamburg und der Rhein-Ruhr-Region einen eigenen Bewerber für Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.
Auf Coventrys To-do-Liste steht dazu noch der Schutz der Frauen-Kategorie, nachdem der Olympiasieg der Algerierin Imane Khelif bei Olympia 2024 in Paris eine Geschlechter-Debatte entfacht hatte. Selbst Donald Trump hatte sich damals eingemischt. Mit dem US-Präsidenten wartet schon bald die nächste große Herausforderung auf Coventry. Trump ist 2028 Gastgeber der Sommerspiele von Los Angeles.