Wuppertal gehörte dagegen neben Kiel zu den Städten, die positiv hervorstachen. Wuppertal setzt künftig auf hitzeresistente Baumarten wie die europäische Hopfenbuche, den Amberbaum oder die Esskastanie.
Wie hoch sind die aktuellen Hitzeschäden?
Das lässt sich noch nicht belastbar sagen. Sicher schwäche die diesjährige Trockenheit die Bäume weiter, stellten die Forstexperten vom NRW-Landesbetrieb fest. Aber: "Viele Baumarten werden erst im nächsten Jahr mit deutlichen Absterbe-Erscheinungen in der Krone reagieren."
Insbesondere vorgeschädigte Bäume seien gefährdet, mittelfristig abzusterben. "An beispielsweise durch Wurzelpilzbefall geschädigten Bäumen ist in den nächsten Jahren mit deutlichen Folgeschäden zu rechnen."
Derzeit sind wieder geschulte Teams in den Wäldern unterwegs, um deren Gesundheitszustand systematisch zu erfassen. Die Daten werden in die Waldzustandsberichte von Bund und Ländern einfließen. Erst dann wird das Gesamtausmaß zuverlässig sichtbar.
Wie schlimm sind die Aussichten für den Wald?
Der Waldexperte Cornelius Senf bleibt positiv. "Wälder sind durchaus in der Lage, sich von Störungen zu erholen", stellt der TUM-Professor fest. "Es besteht also Grund zur Hoffnung, denn die meisten gestörten Flächen werden wieder als Kohlenstoffspeicher fungieren." Dafür müsse die Waldbewirtschaftung aber an den Klimawandel angepasst werden.