Herzschrittmacher In Ebern setzt man auf moderne Herzmedizin

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In der Inneren Abteilung des Krankenhauses Ebern erfolgt zunächst, in enger Absprache mit dem Hausarzt, eine sorgfältige Analyse der zugrunde liegenden Herzrhythmusstörungen und der Grunderkrankung. Foto: Tanja Kaufmann/Archiv NP

Herzschrittmacher der modernsten Generationen werden künftig im Haus Ebern transplantiert. Dabei handelt es sich um eher kleine Eingriffe.

Seit April 2022 ist die erfahrene Kardiologin Gabriiella Slugotska als Chefärztin der Inneren Medizin am Haus Ebern der Haßberg-Kliniken tätig. Zusammen mit ihrem Team aus engagierten Ober- und Assistenzärzten wird sie künftig bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen Herzschrittmacher der modernsten Generation implantieren. Ein Herzschrittmacher ist dann notwendig, wenn ein Herz zu langsam schlägt oder sogar längere Pausen macht. Die Symptome sind Müdigkeit bzw. mangelnde Belastbarkeit, Schwindelattacken, kurze Blackouts oder sogar Bewusstlosigkeit.

„Ziel der Behandlung ist es, die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit sowie die Langzeitprognose der Patienten mit einem langsamen Herzrhythmus zu verbessern“, betont die Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie mit Schwerpunkt Herzinsuffizienz. Im Falle eines erfolgten oder drohenden kritischen Herzrasens der Herzkammern oder eines Kammerflimmerns benötigen Patienten ein Spezial-Schrittmacher-/Defibrillator-System. Dieses erkennt die Rhythmusstörungen und kann sie mit geeigneten Stimulationsmustern beziehungsweise Schock-Abgaben adäquat beenden, um den Patienten vor dem plötzlichen Herztod zu schützen.

In der Inneren Abteilung des Krankenhauses Ebern erfolgt zunächst, in enger Absprache mit dem Hausarzt, eine sorgfältige Analyse der zugrunde liegenden Herzrhythmusstörungen und der Grunderkrankung. Um Rhythmusstörungen zuverlässig zu identifizieren, wird ein Langzeit-EKG über 24 Stunden vorgenommen. Steht danach fest, dass ein Herzschrittmacher notwendig ist, wird das geeignete Schrittmachersystem mit dem individuell zu programmierenden Schrittmachermodus nach internationalen Leitlinien ausgewählt und eingesetzt. Kleiner Eingriff, große Wirkung. Das Implementieren eines Herzschrittmachers geht sehr schnell und dauert meist weniger als eine Stunde. Die Patienten sind während dessen ansprechbar und nur lokal betäubt. Nach dem Eingriff bleibt eine Narbe von etwa vier bis fünf Zentimetern Länge. Regelmäßige Kontrollen der Systeme werden dann ambulant vereinbart. In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollte der Patient keine größeren Bewegungen mit der Brust- bzw. Armseite machen, in der sich der Herzschrittmacher befindet, da die Elektroden erst einwachsen müssen und sich sonst eventuell verschieben könnten. Erhält ein Patient zum ersten Mal einen Herzschrittmacher, bleibt er zwei bis drei Tage im Krankenhaus. Die Dauer richtet sich nach dem Befinden des Patienten.

„Wir freuen uns sehr, dass die langjährige Tradition der Herzschrittmacher-Implantationen im Krankenhaus Ebern von unserer überaus kompetenten und erfahrenen neuen Chefärztin Gabriiella Slugotska auf diesem hohen Niveau fortgeführt wird“, betont Oliver Zimmer, Vorstand der Haßberg-Kliniken.

 

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