Heunischenburg Zufahrt ist nun geregelt

Karl-Heinz Hofmann
Bürgermeisterin Angela Hofmann und Museologe Alexander Süß freuen sich über die Widmung der Zufahrt zum Parkplatz der Heunischenburg zum ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldweg. Sie rechnen mit mehr Interesse und Tourismus in diesem historischen Bereich. Foto: Karl-heinz Hofmann

Im Kronacher Bauausschuss informiert Bürgermeisterin Angela Hofmann über den Erfolg vieler Gespräche.

In der jüngsten Sitzung des Bau-, Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschusses der Stadt Kronach ist die Zufahrt zur Heunischenburg gesetzlich besiegelt worden. Bisher konnte die etwa 500 Meter lange Strecke als Zufahrt zum Parkplatz für Besucher der Anlage zwar schon mit Einverständnis der Grundstückseigentümer genutzt werden. Nun wurde in Vollzug des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes die Widmung der Zufahrt zum Parkplatz zum ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldweg durch einstimmigen Beschluss des Gremiums festgesetzt. Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) informierte, man sei schon lange daran interessiert gewesen, diese Zufahrt gesetzlich zu regeln und dabei eine Widmung zum ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldweg zu erzielen. Langjährige Recherchen und Forschungsergebnisse belegen: Es handelt sich bei der Heunischenburg um die älteste wissenschaftlich erforschte Steinburg Europas nördlich der Alpen, was aufgrund der archäologischen Untersuchungen der Jahre 1983 bis 1987 festgestellt worden ist.

So wurden Burgen gebaut

Die stark befestigte Anlage diente im 9. Jahrhundert vor Christus zur Überwachung einer Kupfer- und Zinnhandelsstraße. Nach der Rekonstruktion eines Mauerabschnitts und der Toranlage (1986/2000) bietet das einmalige Vorgeschichtsdenkmal ein anschauliches und eindrucksvolles Bild frühesten Burgenbaus. Die aufwendige Architektur der Befestigung lässt Einflüsse aus dem mediterranen Raum erkennen. Deshalb, so Bürgermeisterin Hofmann, sei diese beeindruckende Entdeckung so wertvoll und interessant für Geschichtsinteressierte aus ganz Deutschland und weit darüber hinaus. Die Stadt wird demnächst Verbesserungen am Parkplatz vornehmen, um auch hier touristischen Ansprüchen zu genügen. Hofmann dankte den Grundstückseigentümern für ihr Einverständnis und den Stadträten für die Zustimmung zur Widmung.

Versandlager darf erweitert werden

Für die Erweiterung eines Versandlagers (Kaltlager) in Neuses wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Es gab auch keine Einwände gegen den Neubau eines Einfamilienwohnhauses in Knellendorf. Zustimmung fand auch die Aufstockung einer Maschinenhalle in Tauschendorf. Unter mehreren Hinweisen und Aufforderungen zu baulichen Veränderungen – Stadtplaner Daniel Gerber sprach von „Gestaltungs-Wirrwarr“ – stimmte eine Mehrheit von fünf zu drei Gremiumsmitgliedern dem gemeindlichen Einvernehmen für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses in Fischbach zu.

 

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