Hitzewelle in Coburg So kommen Jung und Alt durch den Sommer

Wie verhält man sich am besten bei der brütenden Hitze? Das sind die Tipps des Seniorenbeauftragten Wolfgang Hasselkus.

Der Seniorenbeauftragte Wolfgang Hasselkus. Foto: Landratsamt Coburg, picture alliance/dpa/Thomas Warnack

Die Hitzewelle hält weiter an: In den kommenden Tagen sollen es in Coburg bis zu 36 Grad werden. Wie verhält man sich dabei am besten? Das sind die Tipps von Seniorenbeauftragten Wolfgang Hasselkus, die das Landratsamt Coburg in einer Pressemitteilung vom Montag mitteilte.

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Regelmäßig über den Tag verteilt Trinken – auch ohne Durst-Gefühl: Die individuelle Trinkmenge ist demnach altersabhängig. Ein bis zwei Liter seien ein Richtwert, bei starkem Schwitzen oder körperlicher Aktivität auch mehr. Besonders geeignet seien Wasser, ungesüßte Kräutertees oder stark verdünnte Saftschorlen. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen sollte die individuelle Trinkmenge unbedingt mit dem Arzt abgeklärt werden. Ein guter Indikator für den Flüssigkeitshaushalt sei zudem die Urinfarbe: Ein dunkler Urin weist auf Flüssigkeitsmangel hin.

Medikamente ärztlich prüfen lassen

Blutdrucksenker und Medikamente zur Entwässerung können laut Pressemitteilung bei Hitze verstärkt wirken. Wichtig sei es daher, häufiger selbst Blutdruck zu messen und aufzuschreiben. Zu beachten: Eine Anpassung der Medikation unbedingt mit dem behandelten Arzt besprechen. Auch Schmerzpflaster und Insulin können demnach durch die schnellere Freisetzung der Wirkstoffe verstärkt wirken. Nierenfunktion (Urin), Blutdruck und Blutzucker sollten deshalb engmaschig im Blick behalten werden.

Körperliche Anstrengungen während der heißesten Tageszeiten, zwischen 11 und 17 Uhr, sollten vermieden werden und möglichst frühmorgens oder spätabends stattfinden.

Direkte Sonneneinstrahlung meiden und Kopfbedeckung tragen

Abkühlung bringen lauwarmes Duschen, feuchte Tücher oder kühlende Fußbäder. Leichte, atmungsaktive Kleidung unterstütze zudem die körpereigene Temperaturregulation. Im Freien sei es wichtig, eine Kopfbedeckung zu tragen und direkte Sonneneinstrahlung zu meiden.

Schwindel, Kopfschmerzen, Herzrasen oder Verwirrtheit könnten Vorboten eines Hitzeschadens sein. Gerade bei älteren Menschen würden diese Warnzeichen oft erst spät bemerkt. Daher sollten Angehörige oder Nachbarn täglich nach dem Befinden fragen, Trinkmenge und Raumtemperatur im Blick behalten und beim Kühlen der Wohnung unterstützen. Besonders alleinlebende, mobilitätseingeschränkte und chronisch kranke Menschen brauchen an heißen Tagen Aufmerksamkeit und Hilfe, heißt es in der Pressemitteilung. Ganz besondere Aufmerksamkeit brauchen auch ältere demente Menschen.