Hitzeschutz in Coburg Innenstadt soll Bäume und Nebeldusche bekommen

Viel versiegelte Fläche und ganz wenig Grün – so sieht die Coburger City an vielen Stellen aus. Das muss sich ändern, fordern nun Vertreter der Grünen und Pro Coburg.

So schön die Coburger Innenstadt aussieht – wie hier am Markt - so sehr heizt sie sich im Sommer auf. Foto: NP/Michael von Aichberger

Die Coburger Innenstadt ist nicht gerade bekannt dafür, eine grüne Oase zu sein. Seit Jahren gibt es immer wieder Anstöße, das zu ändern. Nun haben auch Stadträte der Grünen zusammen mit Matthias P. Schmidt (Volt/Fraktion Pro Coburg) sich dem Thema angenommen. In einem gemeinsamen Antrag für die nächste Stadtratssitzung fordern sie umfangreiche Hitzeschutzmaßen.

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Konkret geht es um Verschattungen durch Sonnensegel oder mobile Pergolen und bepflanzte Rankgerüste am Markt, Schlossplatz, Albertsplatz, Steinweg und Spitalgasse. Noch mehr mobile Pflanzkübel sollen gerade stark versiegelte Bereiche der Innenstadt grüner machen. Und zusätzliche Trinkwasserstellen gegebenenfalls mit integrierter Nebeldusche bei heißen Tagen für Abkühlung sorgen. Eine solche gibt es zum Beispiel seit diesem Jahr auf dem Marktplatz in Neustadt bei Coburg.

Außerdem verweisen die Antragsteller auf ein Pilotprojekt der Stadt Münster. Dort gibt es unter dem Namen „Mobiles Grünes Zimmer“ eine bepflanzte Schattenoase mit Sitzgelegenheiten, die flexibel an Hitzetagen aufgestellt werden kann. Eine weitere Forderung: Ein Maßnahmenplan zur dauerhaften Hitzeminderung in der Stadt. Dazu gehört auch das Pflanzen von klimaresilienten Bäumen an geeigneten Stellen sowie der Ersatz von Asphalt und Kopfsteinpflaster durch Rasen, Rasengitter der helle Beläge.