Anneliese ist die Erste. Drei Mal hat Thomas Herold ihren Namen schon gerufen, ehe die zottelige Kuh aus einem Gebüsch an einem der Hänge des Horebs in Rödental bricht. Herold, Flächenbetreuer der LBV-Kreisgruppe Coburg, fährt zweimal pro Woche zur Weide von Anneliese und den acht anderen schottischen Hochlandrindern ihrer Herde. In der Hand hält er dabei immer einen Eimer mit Äpfeln, die er über einen Elektrozaun hinweg an Anneliese und ihre Artgenossen verfüttert. „Das ist schon ein Paradies hier für die Tiere“, sagt der 48-Jährige, während er seine Hand ihrem Maul unterhalb ihrer Hörner entgegenstreckt. Die Wiese samt Gebüsch liegt inmitten eines Naturschutzgebiets. Herold pflegt es seit zwei Jahren.
Hochlandrinder im Landkreis Tierisches Paradies am Horeb
Yannick Seiler 26.05.2022 - 15:30 Uhr