Kooperationen mit chinesischen Universitäten waren für deutsche Hochschulen lange eine prestigeträchtige Angelegenheit. Doch seit einigen Jahren weicht dem begeisterten Studenten- und Forschungsaustausch mit dem Reich der Mitte, dem mit rund 1,4 Milliarden Einwohnern bevölkerungsreichsten Land der Erde, eine bittere Ernüchterung. „Naivität“ – das ist einer der Vorwürfe, die das Recherchenetzwerk Correctiv deutschen Hochschulen im Umgang mit China macht. Eine Recherche zusammen mit unter anderem der Süddeutschen Zeitung, veröffentlicht am 19. Mai, kam zu dem Ergebnis, dass das chinesische Militär massenhaft mit europäischen Wissenschaftlern zusammenarbeitet, um seine Armee mit deren Wissen auszubauen.