Italien
Der Norden Italiens ist erneut von heftigen Unwettern heimgesucht worden - während in Süditalien weiter Wald- und Buschbrände lodern. In Südtirol stürzten Bäume um und Bäche wurden zu reißenden Fluten, wie aus den Twitter-Mitteilungen der Feuerwehr vom Dienstag hervorging. Der Zivilschutz hielt die Menschen in den Gemeinden Ahrntal und Pflersch noch am Montagabend dazu an, in ihren Gebäuden zu bleiben und Bäche zu meiden. Über dem Gebiet nördlich von Sterzing an der Grenze zu Österreich fielen Hagel, und es wehten kräftige Winde. Der Südtiroler Wetterdienst registrierte dort sehr starke Niederschläge von rund 86 Litern je Quadratmeter binnen 24 Stunden.
Unterdessen gingen in Süditalien die Löscharbeiten im Kampf gegen die Wald- und Buschbrände weiter. Vor allem auf Sizilien galt am Dienstag mit Ausnahme einer Provinz im Nordosten die höchste Waldbrand-Warnstufe. Löschflugzeuge waren vielerorts auf den großen Inseln, in Kalabrien am Südzipfel des Festlandes oder etwa im Latium bei Rom im Einsatz.
Österreich
Durch ein schweres Gewitter ist eine Seilbahn in Tirol in Österreich nach Angaben des Betreibers stehengeblieben. Es kam zu Überspannungen, die die Signal- und Steuerungsanlagen störten, wie der Chef der Venet Bergbahnen AG in Zams, Walter Siegele, am Dienstag sagte. 22 Menschen und vier Hunde wurden am Montag mit einer Drehleiter aus der bergwärts fahrenden Gondel aus rund zehn Metern Höhe geholt. Aus der talwärts fahrenden Gondel in den Ötztaler Alpen wurden fünf Gäste befreit. Verletzt wurde niemand.
Slowakei
In einem Ferienlager für Kinder in der Slowakei ist ein sieben Jahre alter Junge durch einen Blitzschlag ums Leben gekommen. Sieben weitere Kinder wurden bei dem nächtlichen Unwetter im Bezirk Turcianske Teplice verletzt, als Zelte umstürzten, wie Schulminister Branislav Gröhling nach Angaben der Agentur TASR am Dienstag berichtete. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Der Rettungseinsatz wurde durch das schwer zugängliche Gelände in einem Waldgebiet behindert. Knapp 100 unverletzt gebliebene Kinder wurden vorübergehend in einem nahen Kloster untergebracht.
Frankreich
Tausende Anwohner und Touristen haben sich vor großflächigen Waldbränden in Südfrankreich in Sicherheit gebracht. Zwar erleichterte der nachlassende Wind die Arbeit der Feuerwehr, die Brände seien aber noch nicht unter Kontrolle, teilte die Präfektur in Toulon am Dienstagnachmittag mit. Die Mittagshitze habe zum Wiederaufflammen mancher Brände geführt. Bis zu 900 Feuerwehrleute und 120 Polizisten sowie etliche Löschflugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz. Zwölf Campingplätze wurden vorsorglich evakuiert. Sechs Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt, berichtete der Sender BFMTV unter Verweis auf Behördenangaben. Rund 20 Menschen erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung. Nach Angaben der Präfektur verbrannten bereits rund 5000 Hektar Gelände.
Isreal
Die Waldbrand-Lage bei Jerusalem hat sich am dritten Tag nach offiziellen Angaben entspannt. Die Feuerwehr habe den Minister für innere Sicherheit, Omer Bar-Lev, darüber informiert, dass internationale Hilfe bei der Brandbekämpfung nicht mehr notwendig sei, sagte ein Sprecher des Ministers am Dienstagmittag. „Das Feuer ist noch nicht komplett gelöscht worden. Aber wir glauben, dass wir dieses Ereignis im Laufe der kommenden 24 Stunden mit den Instrumenten beenden können, die wir haben.“