Hochwasserschutz in Coburg Es geht weiter im Bahnhofsviertel

Zusammen sind die beiden abschließenden Bauabschnitte rund 380 Meter lang. Foto: /Frank Wunderatsch

Die letzte Runde der Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz an der Lauter ist eingeläutet. Wie lange es dauert, wie viel es kostet, was abgerissen wird.

Coburg - Bei Nebel und einsetzendem Nieselregen hat Coburgs neue Baureferentin am Dienstagvormittag die letzte Runde der Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz an der Lauter eingeläutet. Gegenüber der ehemaligen Shell-Tankstelle an der Ecke Kanonenweg/Callenberger Straße erklärte Mechthild Neumann, man hoffe, dass mit Fertigstellung der Abschnitte drei und vier, der Schutz des Bahnhofsviertels, „das in der Vergangenheit einige Hochwasser erlebt hat, dann gewährleistet“ sei. Die Arbeiten durch die Firma Dechant aus Weismain sollen in Kürze beginnen.

„Sofern es die Witterung zulässt“, wie Hans-Joachim Rost, stellvertretender Leiter des Wasserwirtschaftsamts (WWA) Kronach, auf dem Pressetermin ergänzte. Bereits in der zugehörigen Einladung von Seiten der Stadt hieß es, dass zumindest in 2021 nicht mit Straßensperrungen zu rechnen sei. Insgesamt ist eine Bauzeit von knapp zwei Jahren veranschlagt. „Wenn alles gut läuft, sind wir Ende 2022 fertig“, präzisierte Rost.

Die Kosten sollen sich auf etwa fünf Millionen Euro belaufen. 65 Prozent davon übernimmt der Freistaat Bayern, die übrigen 35 entfallen auf die Stadt, macht nach Adam Riese: circa 1750000 Euro. In der entsprechenden Pressemitteilung des WWA heißt es zur Notwendigkeit der Investition: „Erst nach Abschluss der anstehenden Baumaßnahmen (...) wird ein 100-jährlicher Hochwasserschutz für das hochwasserbedrohte Siedlungsgebiet im Bereich zwischen Bahnhof, Itz und Lauter (...) erreicht.“

Nachdem die zwei ersten Bauabschnitte unter anderem den Neubau der Fußgängerbrücke Brückenstraße beziehungsweise der Raststraßenbrücke einschlossen, knüpfen die beiden abschließenden an letzterer an und enden erst an der Agip-Tankstelle in der Callenberger Straße. Macht eine Länge von rund 380 Meter.

Auf dieser werden rechts und links Hochwasserschutzmauern entstehen. Zudem läutet die Maßnahme das Ende des früheren Lauterkraftwerks ein – das verfallene Gebäude, an dessen Fassade sich über die Jahre der eine oder andere Sprayer verewigt hat (dachten die jedenfalls), wird abgerissen. Dazu wird der Oberbau der Kanonenwegbrücke ein Stück angehoben, der Fußgängersteg Callenberger Straße durch eine neue -brücke ersetzt, ein Pumpwerk zur Ableitung bei Hochwasser errichtet sowie Drainagen und Regenwasserkanäle verlegt respektive neu gelegt.

Im Nieselregen von Coburg erklärte Hans-Joachim Rost, der Mann vom Wasserwirtschaftsamt, dann auch noch, was es nun wirklich gar nicht brauche, während der anstehenden Arbeiten: Hochwasser.

 

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