Höhere Kosten als gedacht Neustadt muss beim Winterdienst drauflegen

Peter Tischer
Ein erhöhter Verbrauch von Streusalz ist unter anderem dafür verantwortlich, dass rund 100 000 Euro im Haushalt 2021 für den Winterdienst nachbewilligt werden mussten. Foto:  

Väterchen Frost sorgte im Jahr 2020/2021 für deutlich höhere Kosten. Der Verwaltungssenat bewilligt daher zusätzlich rund 100 000 Euro.

Neustadt/C - Waren die Winter in der Vergangenheit eher mild, so legte der des Jahres 2020/2021 sprichwörtlich eine Schippe drauf. Wie Bauhofleiter Gerhard Reh nun Mitgliedern des Verwaltungssenats mitteilte, habe man damit auch deutlich mehr Streusalz und Kraftstoff verbraucht. Zudem führte der lange und intensive Winter auch zu einem erhöhtem Fahrzeugverschleiß. Die Folge: Der Winterdienst-Unterhalt verschlang im Haushaltsjahr 2021 deutlich mehr Geld als eigentlich eingeplant war.

„Veranschlagt waren 100 000 Euro, aktuell belaufen sich die Kosten bereits auf rund 183 000 Euro“, erläuterte dann auch Kämmerer Martin Gottschalk. „Und weil noch Verrechnungen von Dieselkosten anstehen, ist für das Haushalts-Jahr 2021 mit Gesamtkosten von 198 000 Euro zu rechnen.“ Der Deckungsring drei, dem die Haushaltsstelle zugeordnet ist, könne diese Mehrausgaben nicht auffangen und sei deshalb ebenfalls bereits um 57 000 Euro überschritten. Aufgrund vorausgegangener, eher milder Winter seien die bereitgestellten Mittel in den vergangenen Jahren immer weiter reduziert worden, sodass diese für normale bis intensive Winter nicht mehr ausreichten. Das Wetter sei immer schwieriger vorhersehbar, daher sei auch der Mittelbedarf in den Vorjahren extrem schwankend gewesen. Der Bauhofleiter führte beispielhaft an, dass diese teilweise sogar im Haushaltsjahr 2011 deutlich über 200 000 Euro lagen. „In den letzten fünf Jahren lag der Mittelbedarf bei den milden Wintern aber nur zwischen rund 70 000 und 120 000 Euro“, so Reh. Aufgrund des angefallenen Mittelbedarfs schlug nun die Finanzverwaltung vor, für das Haushaltsjahr 2021 noch einmal Mittel in Höhe von 98 000 Euro nachzubewilligen.

Zur Deckung werden Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer vorgeschlagen. Letztlich folgte der Verwaltungssenat einstimmig dem Vorschlag.

 

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