Hof - Die deutschen Zoll- und Finanzbehörden sind auf die Gepflogenheiten des internationalen Online-Handels alles andere als gut vorbereitet und dies öffnet viele Möglichkeiten der Steuerhinterziehung. Diesen Eindruck vermittelt ein Prozess gegen ein Ehepaar aus Bayreuth, der gegenwärtig vor einer Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Hof stattfindet. Die 42-jährige Frau und der 40-jährige Mann, beide deutsche Staatsbürger mit chinesischem Hintergrund, werden beschuldigt, von 2011 bis 2017 an der Hinterziehung von insgesamt 3,5 Millionen Euro an Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Umsatzsteuer beteiligt gewesen zu sein.