HSC 2000 Coburg Deutliche Niederlage gegen Hannover

Coburgs Pontus Zetterman (am Ball) tankt sich durch die Hannoveraner Abwehr und setzt zum Wurf an. Foto: Frank Wunderatsch

Der HSC 2000 Coburg verliert in der Handball-Bundesliga zu Hause deutlich. Gegen Hannover-Burgdorf muss sich die Mannschaft von Alois Mraz mit 26:33 geschlagen geben.

Coburg - Der HSC 2000 Coburg hat sein Heimspiel in der Handball-Bundesliga am Mittwochabend deutlich verloren. Gegen die TSV Hannover-Burgdorf hieß es in der HUK-Arena am Ende 26:33.

In der Anfangsphase machten die Coburger einen guten Eindruck, ließen dann aber mehr und mehr nach. Mit einem Fünf-Tore-Rückstand ging der HSC in die Halbzeitpause, verlor danach den Faden, sodass sich die Gäste absetzen konnten. Bereits nach etwa zehn Minuten in Hälfte zwei war klar, dass die schlechteste Auswärtsmannschaft der Bundesliga beim schlechtesten Heimteam der Liga gewinnen würde. Florian Billek sprach nach Spielende bei Sky von einem „ernüchternden Auftritt“.

Für den HSC 2000 wird die Luft im Tabellenkeller immer dünner. Bereits am Samstagabend geht es für die Handballer aus der Vestestadt weiter. Dann tritt Coburg bei der HSG Nordhorn-Lingen an.

Coburger Führung in der Anfangsphase

HSC 2000 Coburg – TSV Hannover-Burgdorf 26:33 (12:17). Nach mehr als zwei Wochen Spielpause aufgrund der Corona-Quarantäne schickte HSC-Coach Alois Mraz zu Beginn Pontus Zetterman, Tobias Varvne, Andreas Schröder, Florian Billek, Milos Grozdanic und Stepan Zeman aufs Feld, Jan Kulhanek hütete das Tor. Nach einem frühen 0:2-Rückstand kämpfte sich Coburg in die Partie und lag kurze Zeit später nach einem Treffer von Grozdanic sogar mit 4:3 in Front. Nach zehn Minuten hatten die Gäste aus Niedersachsen die Partie aber bereits wieder gedreht (5:7).

Der Zwei-Tore-Rückstand blieb zunächst bestehen. Jakob Knauer musste im Anschluss nach unsanfter Landung auf den Hallenboden behandelt werden, konnte aber weiterspielen. Nach einer Zeitstrafe gegen Nationalspieler Fabian Böhm verkürzte Billek in Überzahl auf 9:10 (17.). Varvne sorgte kurz danach für den Ausgleich. Der HSC war in der Partie, nutzte sein Überzahlspiel clever aus und stellte mit guter Abwehrarbeit die Recken vor Probleme.

Die Gäste setzen sich ab

Doch die Freude des HSC hielt nicht lange an. Unachtsamkeiten im Coburger Spiel begünstigten danach einen 4:0-Lauf der Gäste, die nach 21 Minuten mit 14:10 vorne lagen. Prompt nahm Mraz die Auszeit. Der Trainer stellte seine Mannschaft neu ein, Florian Billek fragte seine Kollegen in energischem Ton: „Warum haben wir kein Tempo?“ Genau dieses Tempo nahm fünf Minuten vor der Pause Billek auf, scheiterte aber an TSV-Keeper Urban Lesjak, der in den ersten 30 Minuten auf knapp 30 Prozent gehaltener Bälle kam. Im Gegenzug schlossen die Gäste durch Ivan Martinovic einen Kempa-Trick erfolgreich ab. Der Kroate machte in Hälfte eins sechs Tore, Mitspieler Evgeni Pevnov kam auf fünf Treffer. Beide blieben ohne Fehlversuch. So ging es mit einem 12:17 aus HSC-Sicht in die Kabinen.

Der Coburger Start in Hälfte zwei war nicht gut. Drei Tore der Hannoveraner sorgten für das 12:20 (34.). Der HSC scheiterte an Lesjak oder machte technische Fehler im Angriff. Die Gäste verwerteten ihre Chancen hingegen eiskalt. Bereits in der Anfangsphase der zweiten Hälfte war eine Vorentscheidung gefallen. Nejc Cehte traf aus dem Rückraum für die TSV (15:23, 37.). 20 Minuten vor Schluss war bereits klar, dass die zweitschlechteste Rückrundenmannschaft gegen das schlechteste Team der Rückrunde zwei Punkte einfahren würde.

Unaufgeregte Spielweise

Die Niedersachsen, bei denen vor allem Torhüter Lesjak und Kreisläufer Pevnov überzeugten, spielten unaufgeregt und konzentriert. Dennoch unterliefen auch den Gästen in seltenen Fällen technische Fehler. Pouya Norouzi Nezhad nutzte einen solchen per Gegenstoß aus und traf eine Viertelstunde vor dem Ende zum 21:28.

Acht Minuten waren noch zu spielen, als Keeper Lesjak nach einem Wurf von Knauer erneut zur Stelle war. Der Slowene stand zu diesem Zeitpunkt bei zehn Paraden. Konstantin Poltrum und Jan Kulhanek kamen zusammen auf drei.

Obwohl die Coburger deutlich in Rückstand waren, gaben sie sich nicht auf und waren bemüht, Chancen herauszuspielen. Die TSV Hannover-Burgdorf brachte das Spiel auf der Lauterer Höhe souverän zu Ende und nahm verdient beide Punkte mit nach Niedersachsen.

Die Statistik des Spiels

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (1 Parade), Konstantin Poltrum (3) – Pouya Norouzi Nezhad (3), Felix Sproß (n.e.), Dominic Kelm (n.e.), Jakob Kassing (n.e.), Drasko Nenadic, Florian Billek (5), Jakob Knauer (1), Pontus Zetterman (2), Tobias Varvne (4), Felix Dettenthaler (n.e.), Justin Kurch (1), Stepan Zeman (3), Milos Grozdanic (3/2 Siebenmeter bei 3 Versuchen), Andreas Schröder (4). – Trainer: Alois Mraz.

TSV Hannover-Burgdorf: Domenico Ebner (0), Urban Lesjak (11) – Nejc Cehte (4), Filip Kuzmanovski (1), Ivan Martinovic (8/2), Veit Mävers (1), Johan Hansen, Evgeni Pevnov (7), Alfred Jönsson (1), Fabian Böhm (1), Jannes Krone (3), Malte Donker, Martin Hanne, Justus Fischer, Hannes Feise, Vincent Büchner (7). – Trainer: Carlos Ortega.

SR: Julian Köppl (Düsseldorf)/Denis Regner (Nieder-Olm). – Zeitstrafen: 3 (Zeman, Norouzi Nezhad, Nenadic) – 6 (Böhm, Kuzmanovski, Fischer 3, Pevnov). – Rote Karten: 0 – 1 (Fischer). – Siebenmeter: 2/3 – 2/2.

Spielfilm: 0:1, 0:2, 1:2 (4.), 2:2, 2:3, 3:3, 4:3, 4:4 (7.), 4:5, 4:6 (9.), 5:6, 5:7 (10.), 6:7, 7:9 (13.), 8:9, 8:10 (15.), 9:10 (17.), 10:10 (19.), 10:11, 10:12, 10:13, 10:14 (22.); Auszeit HSC; 11:14, 12:14 (25.), 12:15, 12:16 (27.); Auszeit TSV; 12:17 (30.); Halbzeit; 12:18, 12:19 (33.),12:20, 12:21 (36,), 13:21, 14:21, 14:22, 15:22, 15:23 (38.), 16:23, 16:24 (40.), 17:24, 17:25, 17:26 (44.), 18:26; Auszeit TSV; 18:27 (44.), 19:27, 19:28, 20:28 (46.), 21:28, 21:29 (48.); Auszeit HSC; 22:29 (50,), 23:29, 23:30, 23:31 (53.), 24:31 (55.); Auszeit HSC; 25:31 (58.) , 25:32, 26:32, 26:33 (59.), (Spielende).

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