HSC Coburg Erfolgsserie hält weiter an

Es ging zur Sache in der Ballsportarena Dresden: Die Abwehr der Sachsen stoppte hier den Coburger Merlin Fuß (Mitte) unsanft. Foto: Iris Bilek

Die Coburger Zweitliga-Handballer setzen sich am Mittwoch in Dresden mit 29:25 (15:13) durch. Sie ergattern zwei weitere wertvolle Punkte im Abstiegskampf.

Der HSC 2000 Coburg hat seine Erfolgsserie in der 2. Handball-Bundesliga fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Brian Ankersen setzte sich am Mittwoch beim HC Elbflorenz Dresden mit 29:25 (15:13) durch und holte zwei weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Vestestädter boten in der Abwehr eine solide Leistung. Der Angriff präsentierte sich trotz des Fehlens von Toptorjäger Florian Billek ebenfalls in guter Form.

Die Gastgeber wollten sich für die 25:29-Niederlage in Coburg revanchieren und konnten dabei wieder auf Sebastian Greß bauen, der sonst Dreh- und Angelpunkt im Dresdener Spiel ist. Der HC-Kapitän hatte am vergangenen Freitag in der HUK-Arena noch verletzungsbedingt gefehlt. Der HSC 2000 startete mit dem zuletzt starken Kulhanek im Tor, Grozdanic und Mubenzem auf den Außen sowie Schröder, Kurch, Schäffer und Fuß im Rückraum. Offensiv kamen Toom und Varvne für Schröder und Schäffer zum Einsatz.

Wie reife Früchte

Beide Teams waren schnell auf Betriebstemperatur. Die Treffer fielen in der Anfangsphase wie reife Früchte, weil die Abwehrreihen noch nicht auf dem Posten waren. Dresden lag immer mit ein, zwei Toren vorn, Coburg blieb aber dran. Nach knapp zwölf Minuten stand es 8:7 für den HC Elbflorenz, bei dem Torwart Mohs mehrfach hervorragend parierte. Auf Coburger Seite hingegen kam Jochens für Kulhanek, der glücklos agierte. Im Angriff brachte HSC-Trainer Ankersen jetzt Runarsson und Bauer, später Knauer auf der Rechtsaußenposition.

Nach einer Viertelstunde Spielzeit glich Merlin Fuß zum 8:8 aus. Als die Sachsen klare Chancen ausließen, gelang den Vestestädtern beim 9:8 die erste Führung in Minute 17 durch den dynamisch auftretenden Runarsson, der das Angriffsspiel der Oberfranken deutlich belebte. Beide Mannschaften bekleckerten sich in dieser Phase in der Offensive nicht gerade mit Ruhm, machten technische Fehler oder versiebten gute Möglichkeiten. Beim 10:10 nahm Brian Ankersen die erste Auszeit und stellte seine Handballer neu ein.

Knauer machte seine Sache als Billek-Ersatz glänzend und sorgte mit seinen Treffern für die erste Coburger Drei-Tore-Führung drei Minuten vor der Pause. Letztlich ging es mit 15:13 für die Gäste in die Kabinen der Ballsportarena.

Gästeabwehr steht

Der Start in die zweiten 30 Minuten verlief für die Coburger weniger gut, denn die Hausherren agierten mit viel Elan und kamen zum 15:15-Ausgleich. Der HSC wackelte aber nur kurz. Die Defensive stand anschließend wieder besser und Jochens parierte mehrfach sehenswert, sodass Coburg mit 19:16 in Front gehen konnte.

Der HC Elbflorenz offenbarte jetzt vor allem in der Offensive Schwächen, die der HSC zum 20:16 nach 40 Minuten nutzte. Jedoch verpasste es das Ankersen-Team, bereits zu diesem Zeitpunkt für die Vorentscheidung zu sorgen. Die Chancen dazu waren da.

Fuß erzielte das 23:18 und der HSC lag mit fünf Toren vorne. Die Sachsen mühten sich redlich, konnten die zweikampfstarken und flinken Gäste aber nicht wirklich in Bedrängnis bringen. Coburg spulte sein Pensum weiter konzentriert herunter und konnte die Fünf-Tore-Führung bis zum 25:20 (51.) halten. In der Schlussphase bäumten sich die Dresdener um Trainer Rico Göde nochmals auf und verkürzten den Rückstand auf drei Tore.

Glück des Tüchtigen

HC-Torhüter Mohs parierte zum zweiten Mal einen Siebenmeter gegen Grozdanic und drei Minuten vor dem Ende waren die Gastgeber beim 24:26 wieder dran. Ganz wichtig war in dieser Phase das 27:24 für den HSC durch Knauer. Es wurde nochmals eng, aber wie am vergangenen Freitag hatten die Coburger das Glück des Tüchtigen und setzten sich verdient durch – kurioserweise mit dem gleichen Ergebnis.

Statistik

HC Elbflorenz Dresden: Marius Noack (5 Paraden/38,46 Prozent gehaltene Bälle), Max Mohs (8 Paraden/27,59 Prozent gehaltene Bälle) – René Zobel (5), Maurice Niestroj, Oskar Emanuel (1), Julius Dierberg (2), Arseniy Buschmann (1), Mindaugas Dumcius (4), Nils Holger Kretschmer (3/1), Philip Jungemann (3), Sebastian Greß (3), Marek Vanco, Vincent Emilio Klepp (2), Henning Quade (1), Julio Wellner (n.e.). – Trainer: Rico Göde.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (0 Paraden/0 Prozent gehaltene Bälle), Jan Jochens (8 Paraden/26,67 Prozent gehaltene Bälle/1 Tor) – Max Preller (n.e.), Tumi Steinn Runarsson (7), Merlin Fuß (3), Karl Toom, Dieudonné Mubenzem (2), Lukas Juskenas (n.e.), Jakob Knauer (3), Tobias Varvne (6), Jan Schäffer, Justin Kurch (4), Milos Grozdanic (3/2), Andreas Schröder, Stefan Bauer. – Trainer: Brian Ankersen.

Schiedsrichter: Mirko Krag (Frankfurt)/Marcus Hurst (Berlin).

Zeitstrafen: 3 (Jungemann, Buschmann, Kretschmer) – 3 (Kurch, Schäffer 2).

Rote Karten: 0 – 0.

7-Meter: 1/2 (Dumincius scheitert an Jochens) – 2/4 (Grozdanic scheitert zwei Mal an Mohs).

Zuschauer: 947.

Spielfilm: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3 (6.), 5:3, 5:4, 6:4 (8.), 7:5 (10.), 7:6, 8:6, 8:7, 8:8 (15.), 8:9 (17.), 9:9, 9:10, 10:10; Auszeit HSC; 10:11, 11:11, 11:13, 12:13 (26.), 12:14, 12:15 (27.), 13:15; Auszeit Dresden; – Halbzeit – 14:15, 15:15 (33.), 15:16, 15:17 (36.); Auszeit Dresden; 16:17, 16:18, 16:19 (40.), 16:20, 17:20, 17:21, 18:21, 18:22 (45.), 18:23, 19:23, 19:24, 20:24 (50.), 20:25; Auszeit Dresden; 21:25 (53.); Auszeit HSC; 22:25, 22:26, 23:26, 24:26 (57.), 24:27, 25:27; Auszeit HSC; 25:28 (59.), 25:29 (Endstand).

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