HSC mit Rückenwind Coburg will gegen Göppingen nachlegen

War zuletzt in Kassel gegen Melsungen einer der besten Coburger: Pontus Zetterman (am Ball). Foto: /Frank Wunderatsch

Nach dem Sieg gegen Melsungen ist vor dem Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen. Trainer Alois Mraz lobt seine Mannschaft für engagierten Einsatz in der Spielvorbereitung.

Coburg - Mit nur einem Satz und bedachter Betonung einzelner Worte schaffte es Alois Mraz am vergangenen Freitag, Hoffnung zu verbreiten und zugleich auf die Euphoriebremse zu treten. „Wir können auf dieser Welle schwimmen“, sagte der HSC-Trainer nach dem Sieg bei der MT Melsungen, dem ersten dieser Bundesliga-Saison. Besonderen Wert legte er auf das „können“. Man müsse das Spiel analysieren und weiterarbeiten.

Nun, am Dienstagmorgen, erklärt er seine wichtigste Erkenntnis der Auswertung. „Wir haben uns endlich die Bestätigung geholt und gezeigt, dass wir es können.“ Nun sei es wichtig, noch eine Schippe draufzulegen, schiebt er sogleich hinterher.

Seit Sonntag bereitet sich der HSC 2000 (20. Platz/2:20 Punkte) auf den nächsten Gegner vor. Am Mittwoch um 18 Uhr gibt Frisch Auf Göppingen (8./13:11) seine Visitenkarte auf der Lauterer Höhe ab. Alois Mraz will den Rückenwind mitnehmen und an die starke Leistung der Vorwoche anknüpfen. „Die Jungs haben gut trainiert“, lobt er. Mit zwei Einheiten nahm der Aufsteiger am Sonntag die Vorbereitung auf, versuchte sowohl im handballerischen als auch im athletischen Bereich „die Grundlagen“ zu schaffen für die nächsten Aufgaben. Nach dem Göppingen-Spiel geht es schon am Samstag nach Essen (19./3:15), am Dienstag danach empfängt Coburg die Eulen Ludwigshafen (18./5:19) – beide Klubs sind direkte Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Am Sonntag nach Weihnachten geht die Reise zu Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen (19:3). Nun will der HSC aber zunächst gegen Göppingen punkten.

Schröder fehlt weiter

Definitiv fehlen werden weiterhin Dino Mustafic, Max Preller und Jakob Knauer. Auch für Andreas Schröder kommt ein Einsatz nicht in Frage. Der Kapitän befindet sich nach seiner Wadenverletzung im Aufbautraining. Torhüter Konstantin Poltrum – seit Wochen in überragender Verfassung – plagten zuletzt Rückenprobleme, wie Mraz erklärt. „Ich bin aber zuversichtlich, dass er spielen kann“, sagt der Coach.

Außenspieler Florian Billek hat nach dem Melsungen-Erfolg bereits mit Blick auf den nächsten Gegner Parallelen gezogen und sieht beide Teams auf einem ähnlichen Niveau, beide Mannschaften seien „gespickt mit Topspielern“. Alois Mraz sieht das ähnlich. „Von der Spielweise her kann man das schon vergleichen. Vor allem im Abwehrverhalten mit den offensiv ausgerichteten Spielern halblinks und halbrechts.“ Gerade im Defensivverbund überzeuge der Tabellenachte aus Baden-Württemberg mit einer „sehr robusten Abwehr, die Zweikämpfe gewinnt, wenn die Bewegung ohne Ball nicht stattfindet“, mahnt der Tscheche.

Um am Mittwoch weitere Zähler einzufahren sei es wichtig, dass sich der HSC 2000 auf die eigene Leistung konzentriert und wachsam ist. Für Coburgs Übungsleiter sind die Zweikämpfe in der Abwehr ganz entscheidende Faktoren. In Kassel gegen Melsungen hat das der Aufsteiger auch ohne Andreas Schröder im Mittelblock hervorragend hinbekommen und so die individuelle Klasse des Gegners nicht zur Entfaltung kommen lassen. Auch im Team von Trainer Hartmut Mayerhoffer gebe es diese reichlich, wie Mraz ausführt. Der 42-Jährige hat dabei beispielsweise Sebastian Heymann im Blick oder den Dänen Tobias Ellebaek. Ob die Coburger schließlich Lösungen parat haben, um am Mittwochabend zu punkten, bleibt abzuwarten. „Wie gut wir uns vorbereitet haben, zeigt sich dann im Spiel.“

Das Coburger Aufgebot

Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum (?), Fabian Apfel – Pouya Norouzi Nezhad, Felix Sproß, Florian Billek, Pontus Zetterman, Tobias Varvne, Paul Schikora, Justin Kurch, Stepan Zeman, Christoph Neuhold, Drasko Nenadic, Felix Dettenthaler. – Es fehlen: Andreas Schröder, Dino Mustafic, Max Preller und Jakob Knauer.

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