Coburg - „Brutal, furchtbar, ganz schlimm“ – so beschreibt der Coburger Tierarzt Joachim Lessing das Ausmaß der Verletzungen, mit denen jedes Jahr mehrere Igel in seiner Praxis landen. Sie alle sind in das Mähwerk eines Rasenroboters geraten; die Verletzungen hat der Veterinär dokumentiert, sagt aber: „Die Bilder sind zu grausam, dass wollen Sie nicht in der Zeitung abdrucken.“ Regelmäßig werden vor allem Gesicht und Nase der Igel durch die Roboter verletzt. „Und zwar so schlimm, dass man das Tier nur noch einschläfern kann. Die Tiere haben die Nase ja ganz dicht am Boden, suchen dort nach Schnecken und Regenwürmern“, meint Joachim Lessing und fügt hinzu: „Ganz selten sind nur die Stacheln betroffen, das lässt sich wieder flicken.“
Igel in Gefahr Einer der wenigen Überlebenden
Steffi Nickmann 10.06.2021 - 17:45 Uhr