Insolvenz des Branchenriesen Coburger Hotels bleiben geöffnet

Ende Januar hat der Hotel-Gigant „Revo Hospitality“ Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Das Ibis Styles und das Vienna in der Vestestadt können nun wieder gebucht werden.

Zur insolventen Hotel-Gruppe gehört auch das Ibis Styles in Coburg. Foto: NP-Archiv/Michael von Aichberger

Die Hotels der insolventen Revo Hospitality Group bleiben geöffnet und können uneingeschränkt gebucht werden. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 5. Februar mit. Zur Gruppe gehören auch das Ibis Styles und das Vienna in der Vestestadt.

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„Seit Anmeldung der Insolvenz vor rund zwei Wochen haben wir zahlreiche Gespräche mit Partnern, Lieferanten und Mitarbeitern geführt und Abläufe neu geordnet. Nahezu alle Beteiligten unterstützen eine nachhaltige Sanierung, um die wirtschaftlichen Probleme bis zum Sommer zügig zu lösen“, wird Rechtsanwalt Gordon Geiser von GT Restructuring in dem Schreiben zitiert. Er ist zusammen mit seinem Kollegen Benedikt de Bruyn für die Dauer der Eigenverwaltung zum Geschäftsführer der entsprechenden Gesellschaften berufen worden. „Lieferanten beliefern uns weiter und die Mitarbeiter arbeiten sehr engagiert, um unsere Gäste bestens zu bedienen.“

Auf der Plattform booking.com können demnach alle insolventen Hotels nach einigen Tagen Unterbrechung wieder gebucht werden. Nachdem die Bundesagentur für Arbeit das Insolvenzgeld bis einschließlich März genehmigt hatte, wurden laut Medienverlautbarung die Januar-Gehälter an die 5.500 Mitarbeiter ausgezahlt.

Gesellschaften sollen solide aufgestellt werden

Rechtsanwalt Benedikt de Bruyn betont in der Pressemitteilung: „Wir erhalten zahlreiche Anfragen von Investoren und führen bereits erste Gespräche.“ Auch ein international renommierter Berater für den sogenannten „Mergers und Acquisitions“-Prozess wurde bereits beauftragt. Zum Hintergrund: Dieser umfasst die strukturierte Vorbereitung, Verhandlung und Umsetzung von Unternehmenszusammenschlüssen und -käufen.

Sowohl bestehende wie neue Partner seien an den Hotels interessiert und wollen sich engagieren. „Deshalb sind wir sehr zuversichtlich, die Gesellschaften wieder solide und wettbewerbsfähig aufzustellen, damit sie zeitnah die Eigenverwaltung verlassen können.“

Für Irritation sorgte jedoch der Auftritt von Revo-Gründer Ruslan Husry nur wenige Tage nach Bekanntwerden der Insolvenz: Laut einem Bericht von Burda soll er bei einem Wirtschaftsforum in Davos anwesend und dort an einer Party, dem sogenannten „DLD Nightcap“ teilgenommen haben.