Internetbetrug Bezahltes Fahrrad nicht geliefert

Symbolbild. Foto: dpa

Ein Fahrrad zu einem sehr günstigen Preis hatte sich bereits Ende März ein Kunde aus Zeil im Internet bestellt und den Kaufbetrag auf ein spanisches Konto überwiesen. Da die Lieferung bislang ausblieb und der Anbieter zwischenzeitlich nicht mehr erreichbar ist, wurde Anzeige wegen Betrugs erstattet.

Zeil - In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor betrügerischen „Fake“-Shops im Internet, die mit Schnäppchenangeboten Kunden ködern und nach Zahlungseingang nicht liefern. Dabei spielt ihnen die coronabedingt angestiegene Zahl an Interneteinkäufen, vor allem durch unerfahrene Kunden, in die Hände. Deshalb rät die Polizei zur Vorsicht.

Hinweise auf einen unseriösen Internet-Shop ergeben insbesondere folgende Auffälligkeiten:

  • Klone echter Adressen, zumeist erkennbar an Endungen wie „.de.com“ o. ä.

  • fehlendes Impressum oder spärliche Kontaktdaten

  • Bezahlung per anonymer Guthabenkarten oder ausschließlich per Vorkasse, Vorsicht auch bei „Paypal friends“

  • AGB in schlechtem Deutsch oder aus einzelnen Bausteinen zusammengesetzt und nicht schlüssig

  • Verwendung von Fantasiegütesiegeln

  • auffallend viele positive Bewertungen

  • unrealistisch günstige Angebote

Hinterfragen Sie daher die Shops vor Ihrer Bestellung. Einen Anhalt geben Ihnen die Seiten der Verbraucherzentrale und eine Auflistung bekannter Fake-Anbieter finden Sie auf der Seite www.verbraucherschutz.com.

Aber Vorsicht, es könnte sich auch um einen noch nicht gelisteten Shop handeln.

Für den Fall, dass sie Opfer einer derartigen Straftat geworden sind, gilt:

- Daten zum Bestellvorgang, Seite, E-Mail-Verkehr, usw. sichern

- umgehend versuchen, die Zahlung über die Bank rückgängig zu machen

- Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle erstatten

 

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