Musikalisch ist er ohnehin ein Hochgenuss, dieser „Fliegende Holländer“, der seit Ende Januar nicht nur Wagner-Fans im Coburger Globe zu Beifallsstürmen hinreißt. Aber auch dem Auge wird viel geboten in der berühmten „Gespensteroper“, die Intendant Neil Barry Moss als bildmächtige Seelenreise zwischen zwei Ebenen changieren lässt: Die Geschichte des zu ewiger Seefahrt verdammten Holländers, der nach Erlösung durch eine selbstlos liebende Frau trachtet, zeigt er als Theater auf dem Theater. Die Grenzen zwischen Rolle und Darsteller lösen sich auf – insbesondere im Fall der Senta, der Wagner die ehrenvoll-tödliche Aufgabe zugedacht hat, sich für des Holländers Seelenfrieden zu opfern. In Coburg freilich sorgt sie am Ende für eine Überraschung.
„Der fliegende Holländer“ in Coburg Die Frau hinter den spektakulären Kostümen
Dieter Ungelenk 26.02.2025 - 11:30 Uhr