Hinrichtungswelle im Iran: Zwei Demonstranten exekutiert
Im Schatten der militärischen Spannungen geht Irans Justiz weiter mit voller Härte vor. Zwei Männer wurden im Zusammenhang mit den Aufständen im Januar gehängt. Mehrdad Mohammadi-Nia und Aschkan Maleki wurde unter anderem zur Last gelegt, während der Massenproteste eine Moschee in Brand gesetzt zu haben, wie das mit der Justiz verbundene Nachrichtenportal Misan berichtete.
Die Aufstände waren Ende Dezember wegen der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat ließ die Unruhen gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet.
Nach den Protesten ließ Irans Justiz mindestens 17 Demonstranten hinrichten, wie die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) berichtete. "Die Hinrichtung von Demonstranten und Gefangenen, denen sicherheitsrelevante Straftaten vorgeworfen werden, ist ein Mittel der Unterdrückung und der Einschüchterung der Öffentlichkeit", schrieb die Organisation auf X.