Irans Revolutionsgarden (IRGC) teilten Fars zufolge mit, zwei Öltanker seien in der Meerenge "explodiert". Diese beiden "Abweichler" hätten versucht, in die Straße von Hormus und aus dieser hinaus über "die unsichere Route" zu fahren. Teheran hatte zuvor wiederholt erklärt, nur eine vom Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher. Der Streit um die Meerenge und die Frage, wie die Durchfahrt geregelt wird, ist weiter ein Kernpunkt im Konflikt.
Trump: Der Iran hat schwere Verluste erlitten
Trump widersprach derweil der Darstellung Teherans. "Wir kontrollieren die Meerenge; sie kontrollieren gar nichts. Mal sehen, was passiert", sagte er. Trump behauptete zudem, der Iran habe im Krieg sehr schwere Verluste erlitten. "Militärisch haben sie fast alles verloren", sagte er. "Sie haben nur noch sehr wenig übrig. Sie haben noch ein paar Raketen. Sie haben noch ein paar Drohnen." Das "Wall Street Journal" berichtete kürzlich unter Berufung auf US-Beamte, Trump tendiere dazu, die Einsätze gegen den Iran auszuweiten.
Optionen sind demnach, die Luftangriffe zu verstärken, Bodentruppen zur Besetzung iranischer Inseln nahe der Straße von Hormus einzusetzen sowie die Bombardierung einer iranischen Atomeinrichtung, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist. Trump hatte jüngst mit einem Angriff auf den Komplex gedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt.
Laut "Wall Street Journal" verlegen die USA nun unter anderem Kampfflugzeuge vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel in den Nahen Osten. Zudem würden F-35-Kampfflugzeuge von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Großbritannien geschickt, hieß es. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region. Das berichtete auch die "New York Times" unter Berufung auf US-Beamte.