China wies nach Trumps Rede die Schuld für die Blockade der Straße deutlich den USA und Israel zu. Die "Grundursache" für die Sperre liege in den "illegalen militärischen Aktivitäten der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran", sagte Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking.
Zunächst keine weitere Nato-Schelte von Trump
Zuletzt hatte der US-Präsident Nato-Verbündete scharf dafür kritisiert, dass sie seinem Drängen, bei der Sicherung der Straße von Hormus zu helfen, nicht nachkamen. Er nannte Nato-Länder "Feiglinge" und drohte auch einen möglichen Austritt aus dem Bündnis an. In seiner Fernsehansprache schnitt Trump das Nato-Thema aber jetzt nicht an.
Über einen Austritt könnte er ohnehin nicht allein entscheiden. Nötig wäre dafür eine Zweidrittelmehrheit im US-Senat. Von dort kommt inzwischen auch überparteilicher Gegenwind. In einer gemeinsamen Erklärung schrieben der Demokrat Chris Coons und der Republikaner Mitch McConnell, der Senat werde das Bündnis weiterhin unterstützen, da es Amerika, Europa und der Welt Frieden und Schutz biete.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte reist in der kommenden Woche nach Angaben seiner Sprecherin zu einem schon seit längerer Zeit geplanten Besuch nach Washington. Es dürfte eine Gelegenheit für ihn sein, sich im Streit mit Trump um Entspannung zu bemühen.