Erste Signale für Beruhigung
Am Mittwoch gab es unterdessen erste Signale, dass sich die Spritpreise nach zwölf Anstiegen in Folge etwas beruhigen könnten. Der bundesweite Tagesdurchschnitt des Dienstags lag zwar bei Superbenzin der Sorte E10 und Diesel mit 2,045 und 2,188 Euro pro Liter um je 1,7 Cent über dem des Montags. Im Tagesverlauf des Mittwochs lagen die Preise aber tendenziell niedriger als zu gleichen Zeitpunkten am Dienstag. Das könnte auf einen leichten Rückgang hindeuten, Prognosen sind derzeit aber ausgesprochen unsicher. Seit Kriegsbeginn hat Diesel um rund 44 Cent je Liter zugelegt, Benzin um rund 27 Cent.
Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Straße von Hormus ist praktisch zum Erliegen gekommen. Deutschland selbst bezieht nur einen geringen Teil seines Öls aus dem Nahen Osten.
Abzocke der Mineralölkonzerne?
Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran steigen die Preise für Benzin und vor allem Diesel stark. Politiker mehrere Parteien kritisierten, Pendlerinnen und Pendler würden "abgezockt", die Preise viel zu früh erhöht. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie wies die Vorwürfe zurück. Außerdem seien im Vergleich zu einigen Nachbarländern die Energiesteuern auf Kraftstoffe in Deutschland deutlich höher.