Er habe dann die Nachrichtenlage im Radio und später den ganzen Abend im Fernsehen verfolgt. "Es war auf jeden Fall ein Horrortag. Es war wirklich ein Tag, den ich nie wieder vergessen werde", sagt er. Und: "Alle wissen, wo sie in diesen Stunden waren oder wo sie es erfahren haben."
In der Comedy-Szene sei es natürlich auch schwierig gewesen, in der darauffolgenden Zeit mit der Ausnahmesituation umzugehen. Aus Pietätsgründen seien viele Veranstaltungen abgesagt worden, erinnert sich der 69-Jährige. Die Anschläge des 11. September hätten die gesamte Welt erschüttert, "und man konnte das gesamte Ausmaß auch erst einmal nicht genau einschätzen, was das jetzt noch alles mit sich bringt".
Kirchenpräsidentin Tietz starrte auf Fernsehbilder
Die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Christiane Tietz, war während der Anschläge in Italien im Urlaub. "Der Vermieter trommelte plötzlich aufgewühlt an die Tür. Den Rest des Tages starrte ich auf Fernsehbilder aus New York." Nie werde sie die Menschen vergessen, die in Verzweiflung aus den Fenstern sprangen.
Maximilian Bieri erlebte Bilder als Zehnjähriger
Hanaus künftiger Oberbürgermeister Maximilian Bieri (SPD) erlebte als zehnjähriger Junge die Berichterstattung über die Terroranschläge in den USA mit. "Ich bin an jenem Tag mit meiner Mutter in der Innenstadt von Hanau einkaufen gewesen. Als wir über den Marktplatz gelaufen sind, haben wir Menschen vor dem Schaufenster der Sparkasse gesehen."
Dort stand ein Fernseher, auf welchem Live-Bilder aus New York zu sehen waren, mit den brennenden Türmen des World Trade Centers. "Das Ausmaß der Tragödie habe ich zu dem Zeitpunkt wohl noch nicht richtig realisieren können. Zu Beginn des Schultages am nächsten Morgen fand in der Aula eine kleine Versammlung mit Gottesdienst statt. Erst da begriff ich, von welch unfassbarer Dimension dieser Terroranschlag war."