Schon weit vor dem Morgengrauen beginnen Rotkehlchen und Amsel den Reigen, um die Dämmerung kommen etwa Singdrossel, Kuckuck, Zaunkönig und Kohlmeise dazu, zum Sonnenaufgang auch Star und Blaumeise, zuletzt Grünfink und Kleiber. Vermutlich stimmen die verschiedenen Arten zu unterschiedlichen Zeiten in den Chor ein, um der akustischen Konkurrenz zu entgehen.
Warum nicht mehr alle Störche als Vorboten des Frühlings taugen
Eines der sichersten Zeichen für den nahenden Frühling ist auch die Rückkehr der Störche aus ihren Winterquartieren nach Deutschland. Doch längst tun das nicht alle: Manche weigern sich, in den Süden zu ziehen. In Hessen sollen inzwischen bis zu 300 Brutpaare überwintern. Das kalte Wetter ist dabei kein Problem. Die Fleischfresser können eine Zeit lang ohne Nahrung auskommen.
Der Großteil der Störche zieht aber nach wie vor in den Süden. Dabei unterscheiden Experten in West- und Ostzieher: Die einen überwintern in etwa 2.500 Kilometern Entfernung in Spanien, die anderen fliegen über Polen und den Balkan nach Israel und von dort aus weiter nach Ostafrika. Jungtiere entscheiden oft selbst, welchem Zug sie folgen. Sind die ersten dann retour in Mitteleuropa, ist der Frühling hierzulande ganz sicher auch im Anmarsch.