Wien - Im Mai 1809 marschierten französische Truppen in Wien ein. In den Folgetagen war die Donaumetropole in heller Aufregung, und so blieb in dem Gewirr von Furcht und Hoffnung und Gerüchten weithin unbemerkt, dass der greise Joseph Haydn, der hochgeehrte Meister der Tonkunst, am frühen Morgen des 1. Juni verstorben war. Bereits einen Tag später trugen wenige Getreue den Sarg hinaus auf den Friedhof vor der Hundsthurmer Linie, heute im 12. Wiener Gemeindebezirk Meidling, wo der Meister ohne jegliches Aufsehen bestattet wurde.
Joseph Haydn Kopfloser Komponist
Theodor Kissel 28.01.2022 - 15:00 Uhr