Es ist die Nacht vom 3. auf den 4. November 1923. Kurz vor Mitternacht umstellen etwa 20 Mann die nebeneinander stehenden Häuser zweier jüdischer Familien in Autenhausen. Als auf die Rufe „Aufmachen!“ nicht schnell genug reagiert wird, wird eine Tür eingetreten. Ein Schuss fällt. Das Geschoss schlägt in der Wohnung ein. Acht bis zehn Leute, mit Seitengewehr und Revolver bewaffnet, stürmen die Räume. Sie bedrohen die nur notdürftig bekleideten Männer: „Wir sind Deutschvölkische, wir brauchen Geld für unsere Sache.“
Jüdische Geschichte Die Autenhausener Pogromnacht
Wolfgang Braunschmidt 15.02.2023 - 15:15 Uhr