Jugendfeuerwehr Viel Lob für „Helden von morgen“

Michael Stelzner

Beim Jugendleistungsmarsch zeigen Feuerwehrleute aus dem Coburger Land ihr Können. Die Aufgaben, die sie zu bewältigen haben, sind alles andere als leicht.

Frauenpower setzte sich beim 34. Kreisjugendleistungsmarsch der Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Coburg durch. Vier junge Frauen aus den Feuerwehren Bischwind/Heilgersdorf und Seßlach ließen viele Gruppen hinter sich und wurden Sieger im B-Teil des Wettbewerbs. Damit holten sie den Jugendleistungsmarsch 2023 in die Stadt Seßlach.

Rund 160 Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren aus dem gesamten Landkreis nahmen am Wettbewerb teil. Organisiert wurde er vom großem Team um Kreisjugendwart Stefan Hennecke. Ausrichter war die Freiwillige Feuerwehr Großwalbur. Für Sicherheit sorgten Mitglieder der BRK-Bereitschaft Neustadt.

Gestartet wurde in verschiedenen Altersstufen. Im A-Teil traten Jugendliche im Alter von zwölf bis 14 Jahren an, im B-Teil lag das Alter zwischen 14 und 18 Jahre. Sie mussten Aufgaben an sieben Stationen bewältigen, die auf Strecken von zwei bis drei Kilometern Länge verteilt waren. Die Bewertung oblag 17 erfahrenen Schiedsrichtern, überwiegend Jugendwarte und Führungskräfte aus den Feuerwehren des Coburger Landes. Sie gaben wertvolle Tipps und Wissen aus ihrem großen Erfahrungsschatz an die Jugendlichen weiter.

An den Stationen wurde nicht nur theoretisches Wissen abgefragt, sondern es waren viele Praxisaufgaben zu erfüllen, wobei auch Schnelligkeit eine Rolle spielte. Dazu gehörten das Zusammenkuppeln einer Saugleitung und das richtige Ausrollen und Verlegen einer 60 bzw. 45 Meter langen Schlauchleitung. Aber auch das Anlegen eines Mastwurfs oder eines Brustbundes war gefragt. Natürlich durfte die Kübelspritze bei dem Wettbewerb nicht fehlen. Mittels eines Leinenbeutels und der richtigen Knotentechnik mussten die künftigen Wehrleute Gerätschaften sichern. Bei der Siegerehrung hatte man die Gelegenheit, Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, darunter eine Drehleiter, genauer in Augenschein zu nehmen .

Kreisbrandrat Stefan Püls würdigte die hervorragenden Leistungen der Jugendlichen. „Ihr seid die Helden von Morgen“, rief der 2. Bürgermeister der Gemeinde Meeder, Matthias Korn, den Jugendlichen zu. Er machte sich zusammen mit Bürgermeister Bernd Höfer, Landrat Sebastian Straubel und Landtagsabgeordnetem Martin Mittag auf den Weg zu den Stationen und versuchte sich an so mancher Aufgabe.

Als Sieger im A-Teil stand die Jugendfeuerwehr Weidhausen 2 ganz oben auf dem Siegertreppchen. Dahinter war die Gruppe Weidhausen 1 zu finden. Auf den 3. Platz kam die Jugendfeuerwehr aus Oberelldorf.

Im B-Teil erhielten die ersten vier Jugendwehren Pokale. Sieger wurde die Jugendfeuerwehr aus Bischwind/ Heilgersdorf/Seßlach. Dahinter belegte die Jugendfeuerwehr aus Niederfüllbach den 2. Platz. Den 3. Rang sicherte sich die Jugendwehr aus Haarbrücken, Platz 4 die Jugendwehr aus Kleinwalbur.

Leonhard Scheler (17 Jahre) aus der Jugendfeuerwehr Großgarnstadt freute sich, am Wettbewerb teilzunehmen. „Da kann man sein Wissen, das man in einer kleinen Feuerwehr lernt, gegenüber einer großen Wehr herausstellen. Es wird sehr viel Wissen, sowohl in Theorie und Praxis, abverlangt. Und es ist sehr schwer, überall perfekt zu sein.“

Lara Scheler (17 Jahre) aus der Jugendfeuerwehr Großgarnstadt ist vor allem die Arbeit im Team eine große Motivation, am Wettbewerb teilzunehmen. „Ich will auch weiterhin bei der Wehr bleiben“, sagte Lara.

Leonie Martin ist die 1. Jugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Bad Rodach und begleitete ihre Gruppe auf dem Parcours. Sie war sehr stolz auf ihre Truppe. „Alle nehmen zum ersten Mal am Wettbewerb teil, dafür machen sie das sehr sehr gut.“

 

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