Juniorwahl in Ebern Demokratie macht Schule

Raphaela Dressel, AWO Ebern

Gemeinsam mit Schulen hat die AWO in Ebern eine „Juniorwahl“ durchgeführt: Die Schüler sollen so Demokratie hautnah erleben und sich aktiv mit dem Thema Wahlen auseinandersetzen.

Moritz Schramm und Manfred Jung (von links) von der AWO sorgten für einen reibungslosen Wahlablauf. Foto: AWO/Raphaela Dressel

Im Rahmen der bevorstehenden Bundestagswahl 2025 wird an der Mittelschule, der Dr.-Ernst-Schmidt-Realschule und am Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern die Juniorwahl durchgeführt. Dieses spannende Projekt bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Demokratie hautnah zu erleben und sich aktiv mit dem Thema Wahlen auseinanderzusetzen. Unter der Leitung von Manfred Jung hat die AWO Ebern einen Raum im offenen Jugendtreff vorbereitet, der mit Wahlurnen und Wahlkabinen ausgestattet ist, um eine geheime Stimmabgabe zu gewährleisten.

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Die Juniorwahl, die seit ihrer Gründung im Jahr 1999 zum größten Schulprojekt Deutschlands gewachsen ist, wird von dem gemeinnützigen und überparteilichen Verein Kumulus e.V. aus Berlin organisiert. Sie sind unabhängig von der U18-Wahl und verfolgen eigene Intentionen in der politischen Bildung. Ziel ist es, den Jugendlichen die Bedeutung von Wahlen und demokratischen Prozessen näherzubringen.

In den Wochen vor der Wahl stehen an allen Schulen Unterrichtsstunden zum Thema „Demokratie und Wahlen“ auf dem Stundenplan. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie Wahlen ablaufen, welche Rechte sie als Wähler haben und wie wichtig ihre Stimme ist. Anschließend dürfen sie ihr Wissen an der Wahlurne unter Beweis stellen.

Für die Juniorwahl werden eigens Wahlurnen und Wahlkabinen bereitgestellt, um eine geheime Stimmabgabe zu gewährleisten. Jede Schule erhält Stimmzettel, die dem echten Wahlverfahren entsprechen, inklusive Erst- und Zweitstimme. Der Wahlkreis wird automatisch durch die Adresse der Schule festgelegt, und die Schüler erhalten Wahlbenachrichtigungen sowie ein Wählerverzeichnis, um den Ablauf so realistisch wie möglich zu gestalten.

Wie bei den Großen: Wahlraum mit Wahlkabinen und Wahlurne. Foto: AWO/Raphaela Dressel

Die Wahl findet in der Woche vor dem offiziellen Wahlsonntag statt, und das Ergebnis wird am Wahlsonntag um 18 Uhr auf der Website www.juniorwahl.de veröffentlicht. Hier können alle Interessierten die Stimmen der jungen Wählerinnen und Wähler nachverfolgen und die Ergebnisse einsehen.

Die Juniorwahl steht allen Schulformen offen, ausgenommen Grundschulen, und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 13. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos, was es den Schulen ermöglicht, ohne finanzielle Hürden an diesem wichtigen Projekt zur politischen Bildung teilzunehmen.

Luis Appelmann und Mattes Schmitt bei der Wahl. Foto: AWO/Raphaela Dressel

„Wir freuen uns, dass wir unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten können, Demokratie aktiv zu erleben und zu verstehen“, sagt Manfred Jung von der AWO Ebern. „Die Juniorwahl ist eine hervorragende Gelegenheit, um das Bewusstsein für politische Prozesse zu schärfen und die Jugendlichen zu ermutigen, sich in die Gesellschaft einzubringen.“

Die Juniorwahl ist nicht nur ein lehrreicher Prozess, sondern auch ein Schritt in Richtung einer aktiven und informierten Bürgerschaft. Die Schulen in Ebern freuen sich auf eine spannende Wahl und sind gespannt auf die Ergebnisse am Sonntag.