Kampf gegen Covid-19 Weiteres Impfzentrum für die Haßberge

In circa 14 Tage soll das zweite Impfzentrum startklar sein. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Foto: Michael Reichel/ari (Michael Reichel)

Der Landkreis erhöht die Impfkapazität. Die Sporthalle am Tuchanger in Zeil wird zum zweiten Zentrum.

Kreis Haßberge - Die Coronavirus-Schutzimpfungen in den Pflege-, Senioren- und Behinderteneinrichtungen sind im Landkreis Haßberge gut angelaufen“, teilt das Landratsamt Haßberge am gestrigen Mittwoch mit. Seit 27. Dezember seien die mobilen Teams des Impfzentrums vor Ort im Einsatz. Mit Stand 13. Januar belaufe sich die Zahl der geimpften Personen in Heimen auf 1026, das entspricht rund 56 Prozent der Bewohner und Mitarbeiter. Bis Ende der Woche werde die Runde der Erstimpfungen in den stationären Einrichtungen abgeschlossen, so das Landratsamt. Nächste Woche werde mit den Zweitimpfungen begonnen. „Die Einrichtungen haben sich organisatorisch bestens auf die Impftermine eingestellt und alle erforderlichen Vorbereitungen getroffen, sodass die Impfungen komplikationslos ablaufen konnten“, bedankt sich Landrat Wilhelm Schneider ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit. „Die Impfung gibt uns die Zuversicht, dass wir bald wieder normaler leben können und die Pandemie besiegen werden; vorausgesetzt genügend Impfstoff erreicht uns.“

Um die Impfkapazitäten für den Landkreis zu erhöhen, ist ein zweites Impfzentrum in Planung. Dieses soll wie in Hofheim vom BRK-Kreisverband Haßberge betrieben werden. Ebenso steht der Standort bereits fest: die Sporthalle am Tuchanger in Zeil wird zum Impfzentrum umfunktioniert. In circa 14 Tage soll das zweite Impfzentrum startklar sein. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Im Impfzentrum Hofheim werden zunächst Personen nur mit höchster Priorität geimpft, das sind in erster Linie die über 80-Jährigen. Bisher konnten im Rot-Kreuz Haus 251 Personen (Stand 13. Januar) gegen Corona geimpft werden. Die Impfbereitschaft in der Bevölkerung sei erfreulich hoch, über 1600 Personen stehen schon auf der Warteliste. „Bitte bleiben Sie geduldig“, so der Appell von Landrat Wilhelm Schneider an die Bevölkerung. Je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes erhalten berechtigte Personen nach und nach einen Termin. Aktuell steht die Anmeldemöglichkeit über das Bürgertelefon unter der Nummer 09521/27600, Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag, 8 Uhr bis 12.30 Uhr, bislang ausschließlich dem Personenkreis der über 80-Jährigen zur Verfügung. Andere Personen werden noch nicht erfasst. Sobald der Zugang zum Impfangebot erweitert wird – zum Beispiel für über 70-jährige, wird rechtzeitig informiert. Außerdem weist das Landratsamt darauf hin, dass es keinen Sinn macht, im Impfzentrum anzurufen oder vor Ort persönlich einen Termin zu vereinbaren.

Darüber hinaus können sich Impfwillige auch über das Registrierungsportal der Bayerischen Staatsregierung unter dem Link www.impfzentren.bayern online registrieren. Dort kann man sich für die Schutzimpfung gegen Covid-19 anmelden. Sobald dort buchbare Termine eingestellt werden, erhalten Personen, die in der Rangfolge und Priorisierungsstufe als nächstes an der Reihe sind per E-Mail oder SMS eine Aufforderung zur Terminvereinbarung. Dies geschieht automatisch, sodass eine weitere Kontaktaufnahme mit dem Impfzentrum nicht erforderlich ist. Da die Registrierung im Online-Verfahren schneller und ohne Übertragungsfehler möglich ist, werden alle Betroffenen, die über einen Internet-Zugang verfügen, gebeten, diesen zu nutzen und sich gegebenenfalls von Verwandten unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen unterstützen zu lassen.

Das Gesundheitsamt Haßberge meldet zudem am gestrigen Mittwoch 24 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle auf 2107, Stand 13. Januar, 15 Uhr. Aktuell sind 285 Personen infiziert, 25 werden stationär im Krankenhaus behandelt, davon drei auf der Intensivstation. 51 Menschen sind bisher verstorben. In häuslicher Isolation befinden sich 331 Personen. 1771 Bürger sind seit Beginn der Pandemie insgesamt wieder genesen. Die so genannte 7-Tagesinzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 150,5, Stand Mittwoch, 13. Januar, 0:00 Uhr. „Auch wenn der Wert unter der 200-er Marke liegt, gilt im Landkreis Haßberge weiterhin die 15-km-Regel für touristische Tagesausflüge“, betont Monika Göhr vom Landratsamt Haßberge. Die Einschränkung könne erst wieder aufgehoben werden, wenn der Wert von 200 an mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird. Sobald dies der Fall ist, wird dies offiziell bekannt gegeben. Konkret bedeutet dies für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, dass touristische Tagesausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern um die Wohnortgemeinde hinaus untersagt sind. red

 

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