Kegel-Bundesliga Neustadt erobert Spitzenposition

Michael Moosburger
Kegelte 950 Holz in Pirmasens: Neustadts Michael Moosburger. Foto: Peter Tischer/Archiv

Der PSV Franken Neustadt hat die Tabellenführung in der 1. DCU-Bundesliga übernommen. Die Kegler aus der Puppenstadt entschieden das Topspiel beim bisherigen Tabellenführer Rapid Pirmasens am Samstag mit 5764:5731 für sich. Sie behielten in einem wahren Krimi kühlen Kopf und bewiesen auch den größeren Siegeswillen.

SKK Rapid Pirmasens – PSV Franken Neustadt 5731:5764. Nach 50 Wurf und nach 150 Wurf im Schlussdurchgang stand es jeweils unentschieden. Thomas Müller war einmal mehr der Mann des Tages bei den Blau-Weißen und überspielte als Einziger erneut mit 1002 Holz die Tausender-Schallmauer.

Für die Franken gingen zunächst Bastian Bieberbach (gegen Florian Semmler), Thomas Müller (gegen Pascal Jestädt) und Patrick Kalb (gegen Thomas Wetzel) auf die Bahn. Bastian Bieberbach kam mit 252 Holz glänzend in die Partie, musste aber aufgrund von Rückenproblemen nach 100 Wurf durch Kapitän Jürgen Bieberbach ersetzt werden. Dieser spielte zwei solide Bahnen mit 233 und 238 und brachte die Kombination auf 937 Holz. Dies reichte, um 22 Holz den eher enttäuschenden Semmler (915) zu entreißen.

Thomas Müller glänzt

Müller hatte es schon schwieriger, doch blieb er am stärksten Heimspieler Jestädt dran. Der Oberhaider in Neustadter Diensten erreichte nach Durchgängen von 262, 248, 257 und 235 sehr gute 1002 Holz. Dies bedeutete „nur“ acht Holz Verlust auf Jestädt (1010). Kalb machte eine ordentliche Partie und kam nach 249, 224, 234 und 242 auf ordentliche 949 Holz. Er distanzierte den Pirmasenser Wetzel (913) um 36 Holz.

Mit 50 Holz plus ging das Neustadter Schlusstrio Steffen Hönninger, Dietmar Gäbelein und Michael Moosburger ins Rennen. Rapid gab nun Vollgas und nach 13 Wurf war der Vorsprung bereits verpufft. Hönninger startete mit 243 Holz, Gäbelein mit 241 und Moosburger verschlief seinen ersten Durchgang komplett mit schwachen 213. Somit stand es Unentschieden nach den ersten 50 Wurf. Nun platzte bei Moosburger mit 256 der Knoten und Gäbelein konnte mit 262 ebenfalls noch einen drauf setzen. Dafür schwächelte Hönninger mit 218.

Krimi mit Happy End

Neustadt lag 20 Holz im Rückstand, was aber noch kein Beinbruch war. Im dritten Durchgang stieg die Spannung, da die Heimspieler Andreas Jann und der bisher stark aufspielende Andreas Christ ihre Durchgänge mit 213 und 210 in den Sand setzten. Daneben konnte Moosburger (243) und Gäbelein (223) wieder 43 Holz ergattern. Hönninger spielte zwar gute 247 Holz, musste dennoch 23 Holz an den starken König (270) abgeben. Also stand wieder alles auf „Null“. Die Franken zeigten jedoch in den richtigen Momenten die besseren Aktionen und rangen den Gegner mit einigen Neunerserien im Abräumen nieder.

Schlussendlich spielte Hönninger gute 960 Holz gegen König (992). Gäbelein kam bei sehr guten 966 Holz in Ziel und nahm dem enttäuschenden Jann (908) wichtige 58 Holz ab. Moosburger erreichte noch nach dem schwachen ersten Durchgang gute 950 Kegel, musste sich aber Christ (993) geschlagen geben.

Der Neustadter Kapitän Jürgen Bieberbach zeigte sich nach dem Sieg im spannenden Spitzenspiel überglücklich und sprach von Werbung für das 200-Kugel-Spiel.

Fazit: Neustadt gewann mit 33 Holz zwar knapp, letztlich aber verdient, weil es kompakt auftrat und den größeren Siegeswillen an den Tag legte. Kommendes Wochenende geht der PSV Franken gestärkt ins Derby zu Hause gegen Morenden Bayreuth.

Statistik

SKK Rapid Pirmasens – PSV Franken Neustadt 5731:5764. Florian Semmler – Bastian Bieberbach/Jürgen Bieberbach 915:937 (252, 214, 238, 233); Pascal Jestädt – Thomas Müller 1010:1002 ( 262, 248, 257, 235); Thomas Wetzel – Patrick Kalb 913:949 ( 249, 224, 234, 242); Michael König – Steffen Hönninger 992:960 (243, 218, 247, 252); Andreas Jann – Dietmar Gäbelein 908:966 (241, 262, 223, 240); Andreas Christ – Michael Moosburger 993:950 (213, 256, 243, 238). – SKK: Volle 3821, Abräumen 1910, Fehler 17. – PSV: Volle 3794, Abräumen 1970, Fehler 16.

 

Bilder