Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) reagierte nach dem Urteil sofort. Der See wurde für das Baden gesperrt. Eine Bretterwand verhinderte den Zugang zum großen Badesteg. Die Bretterwand wurde zur Klagemauer, weil viele Badegäste ihren Unmut in Form von Zetteln darauf äußerten. „Freiheit für unseren Gossi-See“, forderte ein Badegast. „Gegen den Regulierungswahn! Für mehr Selbstbestimmung! Sagt Nein zum Badeverbot!“, fordert ein anderer. „Was müssen die Menschen in diesem Staat noch alles hinnehmen?“, schrieb ein Dritter. Doch nach rund einem Jahr kam die plötzliche Wende, die Bürgermeister Borst näher erläutert. Die Widmung als Feuerlöschteich sei ausgelaufen, sagt er. Das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen habe den See untersucht und sei zum Schluss gekommen, dass es sich bei dem See um eine Talsperre der Klasse 2 handelt. Damit er auch eine Talsperre bleibt, gibt es eine Auflage, die das Amt verfügt hat. Der Zufluss zum Längenbach muss mindestens einen Liter pro Sekunde betragen. Der Längenbach kommt von den Haßbergen, fließt durch den See und von dort aus durch ein „Mönchsbauwerk“ durch Rohre hindurch unter den Äckern bis nach Goßmannsdorf, wo er wieder zu Tage tritt und als Bach weiterfließt.