Der Klinikkonzern Regiomed ist immer gut für eine Schlagzeile. Nach dem Rauswurf von Hauptgeschäftsführerin Katja Bittner im Jahr 2015, die das Unternehmen eine Abfindung kurz unterhalb der Eine-Million-Euro-Grenze gekostet hat, folgte die Trennung von Bittners Nachfolger Joachim Bovelet 2018. Dieser Weggang war sogar von Betrugsvorwürfen begleitet. Alexander Schmidtke, der anschließend alles tat, um den angeschlagenen Konzern wieder auf Kurs zu bekommen, schmiss 2022 selbst hin, weil die Regiomed-Gesellschafter nicht bereit waren mehr Kapital zur Restrukturierung bereitzustellen. Nun sorgt der Hildburghausener Landrat Thomas Müller mit einer Bemerkung für Aufsehen. Müller, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender von Regiomed ist, hatte Ende Juni bestätigt, dass es Bestrebungen gäbe, den Gesellschaftsvertrag des Konzerns zu novellieren. Zentraler Punkt soll die Abschaffung des Aufsichtsrats sein, der durch ein Expertengremium ersetzt werden könnte. Dieses Thema, so wird Müller zitiert, „beschäftige die Gesellschafterversammlung bereits seit drei Jahren“.