Handballer als Schulweghelfer Profis des HSC Coburg auf ungewohnter Position

Die Coburger Zweitliga-Handballer wollen Aufmerksamkeit für ein wichtiges Ehrenamt erzeugen. Jakob Knauer und Nils Röller tauschen kurzfristig das Spielfeld gegen die Straße als Einsatzgebiet.

Kreisläufer Nils Röller (vorne) und Rückraumspieler Jakob Knauer vom HSC als Schulweghelfer. Foto: HSC Coburg

Vollen Einsatz einmal nicht in der Huk-Arena bei einem Heimspiel des Handball-Zweitligisten HSC 2000 Coburg, sondern im Coburger Straßenverkehr, zeigten am frühen Mittwochmorgen zwei prominente Sportler. Die beiden Profispieler Jakob Knauer und Nils Röller tauschten kurzfristig das Spielfeld gegen den Straßenverkehr und engagierten sich als Schulweghelfer. An der Oberen Anlage, an der Bushaltestelle Marienstraße, sorgten sie gemeinsam mit der Polizei und dem erfahrenen Schulweghelfer Helmut Völk dafür, dass Kinder ihren Schulweg sicher bewältigen konnten.

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Mit dieser Aktion möchte der HSC 2000, wie es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag heißt, „gemeinsam mit der Verkehrswacht Coburg e.V. und der Polizei ein klares Zeichen für die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements im Straßenverkehr“. Hintergrund sei der akute Bedarf an Schulweghelferinnen und Schulweghelfern: Von insgesamt 16 Einsatzstellen im Umfeld der Coburger Grundschulen sind derzeit mehrere Positionen unbesetzt.

Wo noch Helfer gebraucht werden

„Wir suchen dringend noch drei Schulweghelferinnen oder -helfer, insbesondere für die Frankenbrücke, die Querstraße sowie für die Neustadter Straße an der Ecke Lauterer Straße. Auch kurzfristige Vertretungen werden benötigt“, wird Simon Keller von der Polizei Coburg in der Mitteilung zitiert.

Die Tätigkeit als Schulweghelfer sei nicht nur gesellschaftlich wertvoll, sondern auch gut organisiert. Die Kreisverkehrswacht Coburg unterstütze die Schulweghelfer durch Bereitstellung der notwendigen Ausstattung, durch finanzielle Mittel zur Beschaffung und bei der Akquise neuer Kolleginnen und Kollegen. Während ihres Einsatzes sowie auf dem Hin- und Rückweg sind die Ehrenamtlichen gesetzlich unfallversichert. Bei Bedarf wird zudem eine Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr durch die SÜC zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhalten Schulweghelferinnen und Schulweghelfer eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 6,50 Euro pro Stunde.

Helmut Völk als Vorbild

Helmut Völk, der seit vielen Jahren als Schulweghelfer aktiv ist, beschreibt seine Motivation so: „Ich bin seit zwölf Jahren in Rente und habe mir gedacht, ich muss etwas Sinnvolles machen. Es ist auch immer schön mit den Kindern. Man muss zwar auch bei Kälte draußen stehen, aber das ist für mich kein Problem.“

Der HSC 2000 Coburg hofft, durch die Aktion weitere Menschen für dieses wichtige Ehrenamt begeistern zu können. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich beim Amt für Schulen, Kultur und Bildung melden. Weitere Informationen sind zudem online abrufbar unter: www.coburg.de/mein-coburg/artikel/august/schulweghelfer-innen-gesucht.php.