„Die Trends in diesem Bereich wechseln immer mal, deshalb muss man eine gute Auswahl haben.“ Rob, dem zwei Tattooläden gehören und seine Kollegin Anne haben langjährige Erfahrung damit. Vor allem bunte Steinchen seien es, die sich Frauen stechen ließen. Die Steinchen werden entweder gestanzt, oder ich muss auch mal mit dem Skalpell arbeiten, je nachdem.“ Okay, das macht irgendwie Angst, aber sein Geschäft brummt an diesem Tag. Angezogen werden die Kunden von besonderen Aktionen und den günstigen Preisen der Convention. „Das Kleine reizt“, begründet Ringo den großen Erfolg, den die Veranstaltung längst habe. Familiär gehe es zu und gerade das wirke anziehend. Organisator der Veranstaltung ist der Präsident des MC Frankonia.
Ringo ist 61 und kommt ursprünglich aus Mainz. Jetzt wohnt er in Marktzeuln. Zum siebten Mal bereits findet die Convention statt, sei also ein durchschlagender Erfolg. Allerdings suche man hier neugierige Besucher, die einfach mal durchschlendern, vergeblich. „Wenn jemand hierher kommt, dann weiß er, was er will und meistens auch von wem.“ Seine Termine für Tattoos und Piercings könne man schon im Vorfeld über die Homepage buchen, aber auch spontan gehe noch so einiges. Er spricht von über 30 internationalen Artists, also Künstlern und ein paar Händlern. Sie kämen aus England, Rumänien, Ungarn oder auch aus Spanien. Ansonsten aus ganz Deutschland.
Zwei Studios aus dem Landkreis
Zwei Studios aus dem Kronacher Landkreis nehmen ebenfalls teil. „Tattoos sind längst gesellschaftsfähig. Sie sind Körperkunst.“ Ringo selbst ist ebenfalls ein lebendes Kunstwerk – und zwar von Kopf bis Fuß. „Früher trugen das nur Rocker, Knastis oder Seemänner, jetzt trägt es jedermann.“ In der Tätowiersprache werden die Kunden übrigens Leinwände genannt.