Martin K., schwarzes Hemd, schwarze Hose, schwarze Schuhe, die dunklen Haare nach hinten gestrichen, die Füße in Ketten, wirkt befreit. Der 30-Jährige lacht, schlägt ein mit einem Mann, der an die Anklagebank herangetreten ist, umarmt eine Frau. Es handelt sich wohl um Familie und Freunde des gebürtigen Turkmenen mit deutschem Pass. Draußen, vor den zahllosen kleinen Fenstern an der Nordseite des Schwurgerichtssaals, regnet es Schnee. Drinnen erweckt die Reaktion des großgewachsenen Mannes beinahe den Eindruck, als habe es für ihn soeben aus heiterem Himmel einen Freispruch geregnet.