Kolpingsfamilie Kronach Damit die Zukunft besser wird

  Foto: /Mathias Simon

Seit 160 Jahren gibt es die Kolpingsfamilie Kronach. Zum Jubiläum gibt es einen Gottesdienst mit einer Feier „to go“. Und man plant noch mehr.

Kronach - Für die Kolpingsfamilien weltweit ist der Gedenktag des heiligen Josef ein Feiertag: Mit Gottesdiensten und Feiern erinnern sie an den Schutzpatron der Handwerker, der auch zum Patron des Kolpingwerkes geworden ist. Bei der Kolpingsfamilie Kronach ist dieses Datum darüber hinaus ein besonderer Tag. Sie feiert zum Josefsfest ihren Gründungstag, in diesem Jahr zum 160. Mal.

Zur Festveranstaltung, die pandemiebedingt zunächst nur in Form eines Gottesdienstes stattfand, konnte der Präses, Domkapitular Thomas Teuchgräber, viele Kolpingmitglieder aus Kronach sowie weitere Gemeindemitglieder begrüßen. Er erinnerte zu Beginn des Gottesdienstes an den Häfnergesellen Adam Weber, der nach einer Begegnung mit Adolph Kolping in München die Idee eines Gesellenvereines nach Kronach brachte. Mit sechs Freunden schloss er sich nach seiner Rückkehr aus München zu einer Gruppe zusammen, die die Idee Kolpings auch in Kronach bekannt machen wollte. Gemeinsam gingen sie am Josefstag 1861 im Gottesdienst zur Kommunion und trafen sich fortan im „Wasserhof“, dem späteren „Gesellenhaus“ in der Kolpingstraße – die Geburtsstunde des Kronacher Gesellenvereins, der heutigen Kolpingsfamilie.

In seiner Predigt erinnerte Präses Teuchgräber an die Ideale, die seither die Arbeit der Kolpingsfamilie prägen: Zugang zur Bildung, Gemeinschaft im Glauben, Hoffnung auch in schweren Zeiten, Stärke durch Gemeinschaft. „Ich glaube, wir sollten nicht ein Traditionsverein sein, der sagt: Ja, wir haben eine lange Geschichte“, so Teuchgräber weiter. „Sondern wir haben eine Aufgabe: Unsere Welt ein bisschen besser zu machen.“

Diese Hoffnung gelte es in die Welt und auch in die Kirche auszustrahlen und an einer besseren Zukunft mitzuarbeiten. „Wir wollen auch weiter für Gerechtigkeit eintreten“, rief er der Festversammlung zu und ging dabei auch auf aktuelle Ungerechtigkeiten ein, etwa die Verweigerung des Segens für gleichgeschlechtliche Partnerschaften: „Wenn diese Menschen Gott suchen, werden wir immer wieder den Segen für sie erbitten.“

Im Anschluss an den Gottesdienst verteilte die Vorstandschaft eine „Josefifeier to go“: Mit Starkbier, Brot und Schmal konnten die Mitglieder den Josefstag zu Hause ausklingen lassen und zumindest aus der Ferne auf ihre 160-jährige Gemeinschaft anstoßen.

Für das zweite Halbjahr plant die Kolpingsfamilie eine Festversammlung, in der an das Jubiläum erinnert werden soll. Näheres wird in den nächsten Wochen entschieden und dann mitgeteilt.

 

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