„Komasaufen“ in Coburg Weniger trinken, bis der Arzt kommt

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in Stadt und Landkreis, wegen einer Alkoholvergiftung ärztlich behandelt werden mussten, ist deutlich gesunken. Ein Plakatwettbewerb soll dabei helfen, den positiven Trend auch weiterhin fortzusetzen.

Kinder und Jugendliche verfallen seltener dem „Komasaufen“ – Das zeigen neueste Statistiken. Foto: picture alliance/dpa/Silas Stein

Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen ist in Stadt und Landkreis Coburg gesunken. Dennoch bleibt das Rauschtrinken bei Schülern ein Problem. Nach Informationen der DAK-Gesundheit landeten im Jahr 2023 insgesamt 16 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 19 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus (aus dem Stadtbereich waren es vier Betroffene und aus dem Landkreis Coburg zwölf). Laut den aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes Bayern sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2022 im Landkreis Coburg um 29,4 Prozent und in der Stadt Coburg sogar um 71,4 Prozent.

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Bunt statt blau

„Erfreulicherweise sind sowohl in unserer Region als auch im Land ein rückläufiger Trend bei betroffenen Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen“, sagt Volker Seifarth von der DAK-Gesundheit in Coburg. „Prävention und Aufklärung scheint zu wirken. Trotzdem trinken noch immer viele Kinder und Jugendliche sprichwörtlich, bis der Arzt kommt. Wir wollen erreichen, dass sich der positive Trend der vergangenen Jahre fortsetzt und Krankenhausbehandlungen aufgrund von übermäßigen Alkoholkonsum nicht wieder ansteigen. Deshalb setzen wir unsere erfolgreiche Alkohol-Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ fort und bringen das wichtige Thema in den Schulalltag.“ Dazu wird erneut ein DAK-Plakatwettbewerb ausgelobt.

Kreativ werden bis 31. März

Beim Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ warten Geldpreise in Höhe von insgesamt rund 12 000 Euro auf die kreativen Gewinnerinnen und Gewinner. Einsendeschluss ist der 31. März 2025. Danach werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt die Bundesjury um DAK-Vorstandschef Andreas Storm und dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert, aus den 16 besten Landes-Plakaten die Bundessiegerinnen und Bundessieger. Zusätzlich gibt es auch in diesem Jahr auf Landes- und Bundesebene den „Sonderpreis junge Talente“ für die unteren Altersstufen und bundesweit den Sonderpreis „Social Media“ für die besten Bilder, die mit dem Hashtag #dakgesundheit oder #buntstattblau hochgeladen wurden.

Seit 2010 haben bundesweit fast 136 000 Mädchen und Jungen bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gestaltet. Alle wichtigen Informationen zur Kampagne „bunt statt blau“ und zum Thema Alkoholprävention gibt es unter www.dak.de/buntstattblau und www.dak.de/aktionglasklar. red