Deshalb ist Klopps Wechsel zum Sport-Unternehmen Red Bull nicht der Untergang des Fußball-Abendlands. Auch wenn Klopp vielleicht unterschätzen mag, wie wenig Begeisterung seine Entscheidung bei den Fans hervorruft und dass er dadurch etwas an Authentizität einbüßt, kann man sie sportlich nachvollziehen: Die Red-Bull-Standorte zu führen, ohne die Verantwortung des Tagesgeschäfts wahrzunehmen, ist ein Jackpot für einen Gestalter wie Klopp. Und vielleicht möchte er auch nicht mehr durch die Mühen der Ebene, wie er es in Mainz, Dortmund und Liverpool erlebt hat. Erfolg aufzubauen, kostet Kraft. Und am Ende bleibt Klopp eben Klopp: Einer, der Erfolg haben möchte.