Wenn es eine Meisterschaft der unklaren Worte gäbe, stünde der Name des Siegers fest: Olaf Scholz. Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Verunsicherung der Menschen mit den Händen zu greifen ist, hat dieses Land einen Bundeskanzler, der selten Klartext redet, aber häufig laviert. Das sorgt für Frust. Jüngstes Beispiel: Als sich am Freitag Vertreter der vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft – Bundesverband der Deutschen Industrie, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Deutsche Industrie- und Handelskammer und Zentralverband des Deutschen Handwerks – bei der Handwerksmesse in München mit dem Kanzler trafen, ging das Gespräch ergebnislos zu Ende.