Die gescheiterte Pkw-Maut unter dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) war ein Desaster, nicht nur in puncto Image, sondern auch wegen der Millionenkosten. Vielleicht hat auch die Erinnerung daran dazu geführt, dass die CSU den Vorstoß aus ihrem Juristenarbeitskreis AKJ nun einkassiert hat. Dabei gibt es gute Gründe für die Einführung einer solchen Nutzungsgebühr. Denn Deutschland braucht zig Milliarden Euro, um die enormen Versäumnisse bei der Ertüchtigung seiner Verkehrsinfrastruktur nachzuholen. Das sind Politik und Gesellschaft den jungen Generationen schuldig, wie der AKJ zutreffend feststellt. Der Gedanke, dass diejenigen, die die Straßen nutzen auch für deren Instandhaltung aufkommen, ist nachvollziehbar. Aus Klimaschutzgründen wäre eine Staffelung nach Gewicht sinnvoll: SUV-Fahrer würden dann stärker belastet werden als Fahrer von sparsamen Kleinwagen.