Kommunalwahl 2026 Coburger Grüne beschließen Stadtratsliste

Die Coburger Grünen haben ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die nächstjährige Wahl bestimmt. Auf Platz eins findet sich nicht der Oberbürgermeisterkandidat.

Gruppenfoto bei der Aufstellungsversammlung in St. Augustin. Foto: Grüne

Die Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl der Coburger Grünen fand am Donnerstag, 13. November, in St. Augustin statt. Der Saal war gut gefüllt, da 40 Listenplätze besetzt werden wollten. Vorstandssprecher Bernd Leuthäusser eröffnete die Sitzung mit einem kurzen Exkurs in die Bundespolitik: Die Stimmung für Grün sei im Moment noch nicht gut, auch weil Klimapolitik und Umweltschutz in der gesellschaftlichen Wahrnehmung zurückgefallen sind. Aber gerade jetzt bestätigen die Wirtschaftsweisen Positionen grüner Wirtschaftspolitik, indem sie die von der Bundesregierung geplante Erhöhung der Mütterrente, die Subventionen des Agrardiesels, die geplanten Änderungen an Gastro-Mehrwertsteuer und Pendlerpauschale als schädlich kritisieren. In seiner Eingangsrede bezeichnete er Kommunalpolitik als das unmittelbarste politische Instrument, spürbar für alle Bürgerinnen und Bürger. Umso mehr komme es dabei auf Personen, deren Empathie und Engagement an.

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Auf der grünen Liste für Coburg wurden, wie es das Frauenstatut der Partei Bündnis 90/Die Grünen vorsieht, alle ungeraden Plätze mit Frauen besetzt. Ein passendes Zeichen der Gleichberechtigung für den Wahltag, der auf den internationalen Frauentag fällt, und unter den bisher bekannten Listen ein Alleinstellungsmerkmal.

Schwerpunkt liegt auf günstiger Energie

Auf Platz 1 wurde daher Petra Wöhner gewählt, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Lehrerin seit vielen Jahren auch ehrenamtlich für Nachhaltigkeit und Inklusion aktiv ist. Ihr Schwerpunkt ist der Ausbau günstiger regionaler Energie. Auf Platz 2 wurde der bereits als Oberbürgermeisterkandidat gesetzte Wolfram Haupt bestätigt, der als gebürtiger Coburger, leidenschaftlicher Radler und Experte für Verkehr und Bauen Coburg zu einer zukunftsgewandteren und lebensfreundlicheren Stadt machen möchte. Sein klares Ziel für die Kommunalwahl: Mitentscheiden können – damit beispielsweise das Erreichte, wie die Freigabe des Radelns im Hofgarten oder die neu gepflanzte Platanenreihe vor dem Stadthaus, nur ein Anfang ist.

Mit Juliane Neumann wurde auf Platz 3 eine frisch absolvierte Sozialarbeiterin gewählt, deren Fokus und Expertise auf dem Bereich des Sozialen liegt. Ihr Wunsch: „Ich will ein Jobcenter, das ermutigt“. Sie will Grün sozial verträglich gestalten. Als Organisatorin des CSD und des Widerstandes gegen den CC hat sie bereits diverse öffentlichkeitswirksame Aktionen in Coburg erfolgreich durchgeführt.

Folgende Personen stehen auf der Liste

Platz 4: Michael Dorant, Mediengestalter und Stadtrat, Platz 5: Johanna Beetz, Betriebswirtin und Mitglied im DAV-Vorstand, Platz 6: Kevin Klüglein, Fachinformatiker im öffentlichen Dienst und Stadtrat, Platz 7: Michaela Nadj, Apothekerin, Platz 8: Florian von Deimling, Kinder- und Jugendarzt und Stadtrat, Platz 9: Alexandra Müller, Fachwirtin Gesundheits- und Sozialwesen und Rettungssanitäterin, Platz 10: Wolfgang Weiß, Förster und Stadtrat, Platz 11: Birgit Rose, Redakteurin und ehem. Stadträtin, Platz 12: Stefan Schwuchow, Sozialpädagoge, Platz 13: Nicole Wehrmann, Sozialpädagogin, Platz 14: Lukas Wölfert, Archäologiestudent und im Vorstand der Grünen Jugend, Platz 15: Helena Schönau, Medizinstudentin und FFF-Aktivistin der ersten Stunde, Platz 16: Johannes Wagner, MdB, Platz 17: Stefanie Paulus, Lehrerin und Jugendleiterin beim DAV, Platz 18: Bernd Leuthäusser, Ingenieur und aktiv im Vorstand von LBV und DAV, Platz 19: Claudia Böhm, Grundschullehrerin, Platz 20: Stephan Engels, Werbetexter, Platz 21: Regina Frank, Heilpraktikerin, Platz 22: Stephan Mertl, Kammerschauspieler, Platz 23: Frau Susanne Gröne, Professorin für Soziale Arbeit und Naturfotografin, Platz 24: Felix Stahl, Software-Projektleiter, Platz 25: Stephanie Beck, Frühpädagogin, Platz 26: Rolf Hollering, Personalentwickler, Platz 27: Gaby Schuller, Schulsekretärin, Platz 28: Dietrich Pax, Ökolobbyist, Platz 29:Angela Köhn, Leiterin eines Nachhilfeinstituts, Platz 30: Thomas Tippelt, Geschäftsführer LBV Coburg, Platz 31: Sarah Baur, Wirtschaftssinologin, Platz 32: Matthias Loßmann, Rechtsanwalt, Platz 33: Maria Aufschläger, Physiotherapeutin, Platz 34: Constantin Heinold, Innenarchitekturstudent, Platz 35: Sofie Paulus, Ökologin, Platz 36: Michael Rossner, Professor für Energietechnik, Platz 37: Dorothea Weiß, Kunsttherapeutin, Platz 38: Hubertus Habel, Kulturwissenschaftler, Platz 39: Lisa Fischer, Sozialpädagogin, Platz 40: Peter Woik, Rechtsanwalt.

Als Nachrücker wurden gewählt: Ursula Neubauer, Urs Leuthäusser, Isolde Heilgenthal-Habel, Karl-Heinz Lipp.